Generalversammlung des VÖWG im Wiener Rathaus

Bundesminister a.D. Lacina neuer Präsident - Nach wie vor wesentlicher Stellenwert der Öffentlichen Wirtschaft

Österreichs (VÖWG) - Wien, (OTS) Die 24. Ordentliche Generalversammlung des Verbandes der Öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft
er fungiert unter anderem auch als
österreichische Sektion des Europäischen Zentralverbandes der Öffentlichen Wirtschaft (CEEP) mit Sitz in Brüssel - fand am Dienstag Nachmittag im Wiener Rathaus statt. Da Klubobmann Johann Hatzl, der seit 1984 als kompetenter Präsident - er war als Amtsführender Stadtrat viele Jahre für die kommunalen Unternehmungen (Wiener Stadtwerke) zuständig gewesen - an der Spitze des Verbandes stand, nicht mehr kandidieren wollte, war
auch die Neuwahl des Präsidenten für die nächste zweijährige Funktionsperiode erforderlich geworden. Zum neuen Präsidenten des VÖWG wurde Bundesminister a.D. Dkfm. Ferdinand Lacina gewählt.****

Hatzl führte aus, er wolle "nach einer relativ langen Funktionsdauer im Verband die Aufgaben an der Spitze in andere Hände legen. Es ist aber gelungen, eine attraktive Persönlichkeit für die Zukunft zu gewinnen, die die gewaltigen Veränderungen im Bereich der Wirtschaft, und besonders in der Öffentlichen Wirtschaft, kennt und bewältigen kann".

Kompetenz und Sachverständnis zeichnen auch Bundesminister a.D. Lacina aus: Bereits Anfang der 80er-Jahre war er als Staatssekretär im Bundeskanzleramt mit wirtschafts- und entwicklungspolitischen Agenden betraut gewesen. Im Jahr 1984
wurde er Bundesminister für Öffentliche Wirtschaft und Verkehr, anschließend leitete er von 1986 bis 1995 das Finanzressort.
Lacina in seiner Rede zum Grundsätzlichen: Er habe mit den Zielsetzungen des VÖWG bereits während seiner Tätigkeit in der Bundesregierung oftmals zu tun gehabt, den Verband habe stets eine Weitsicht für die Veränderungen ausgezeichnet. Man müsse aber erkennen, dass viele Strukturveränderungen auch zu Verlusten von Werten führten, die eine Öffentliche Wirtschaft und Gemeinwirtschaft zur Aufgabe hätten: "Auch wenn der Zeitgeist der Öffentlichen Wirtschaft ins Gesicht bläst, gilt es Widerstand zu leisten, wo allgemeinen Interessen zuwidergehandelt wird".
Freilich müsse man sich darüber im Klaren sein, dass für einen Großteil der Veränderungen, die vor sich gingen, budgetäre Zwänge bestünden. Ein marktwirtschaftliches Gefüge funktioniere nur, wenn es entsprechende Rahmenbedingungen vorfinde, aber "man darf nicht alles in einer Gesellschaft dem Markt unterordnen. Es muss jemand die öffentlichen Interessen vertreten und verkörpern". Was die Gebietskörperschaften betreffe, müssten wir uns bemühen, dass öffentliches Interesse und Eigentum nicht zu einer reinen Formalfrage würden. Ein Hauptziel müsse immer die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung sein.

Was den Stellenwert der Öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft in Österreich betrifft, so geht aus den jüngsten Unterlagen der Statistik Österreich (vormals ÖSTAT) hervor, dass im Einzugsbereich des VÖWG immerhin 18 Prozent der unselbständig Erwerbstätigen in Österreich beschäftigt sind, die mehr als ein Viertel der Bruttowertschöpfung erbringen. (Schluss) pz

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