Neue AKNÖ-Bezirksstelle in Schwechat eröffnet!

15.000 Beratungen im Jahr 1999

Wien (AKNÖ) - "Sollte die derzeitige Regierung tatsächlich ihre Drohung wahrmachen und die AK-Umlage von 0,5 auf 0,3 Prozent absenken, dann werden wir unser ehrgeiziges Bezirksstellen-Modernisierungskonzept einstellen müssen." Das stellte der Präsident der Arbeiterkammer NÖ, Josef Staudinger, anlässlich der Eröffnung der neu gebauten AKNÖ-Bezirksstelle Wien Umgebung in Schwechat gestern abend fest.

Die Situation sei tatsächlich ernst, so Staudinger. Für die AK würde eine Umlagen-kürzung um 40 Prozent über 200 Millionen Schilling weniger Einnahmen im Jahr bedeuten. Damit wäre die finanzielle Basis zerstört, Dienstleistungen müssten eingeschränkt werden, die Beschäftigten hätten geringeren Schutz und weniger Service. Viele könnten es sich einfach nicht mehr leisten, zu ihrem Recht zu kommen.

Präsident Staudinger weiter: "Und deshalb haben ausschließlich unsere Beschäftigten, denen wir allein im Vorjahr 660 Millionen gesichert haben, das Recht, darüber zu ent-scheiden, wieviel ihnen unsere Leistungen wert sind. Denn wer zahlt, schafft an."

Der Direktor der AK Niederösterreich, Mag. Helmut Guth führte aus, dass sich die AKNÖ in den letzten Jahren zu einem modernen, effizienten und professionellen Dienstleistungsunternehmen entwickelt hat, das den Arbeitnehmerinnen und Arbeit-nehmern täglich hilft und ihnen wesentlich mehr bringt, als sie kostet. "Natürlich ist auch die AK ständig gefordert, sich weiterzuentwickeln, die Leistungen zu verbessern, sie noch effizienter, noch treffsicherer zu machen," so Guth. Die Initiative "AK plus" der Bundesarbeitskammer, die neue Leistungen am Ausbildungssektor für die Mitglieder bringe und vor kurzem präsentiert wurde, sei genau die richtige Antwort darauf.

Direktor Guth abschließend: "Um zu unseren Mitgliedern im Bezirk Wien Umgebung möglichst nahen Kontakt aufzubauen, ist hier ein modernes Arbeitnehmerzentrum entstanden, in dem Anfragen rasch und kompetent erledigt werden."

Zum Baukonzept.

Die AKNÖ hat derzeit 21 Bezirks- und 3 Servicestellen. Sie stehen jedem Beschäf-tigten in Niederösterreich bei Fragen und Problemen zur Verfügung. Seit 1989 werden die AKNÖ-Bezirksstellen Schritt für Schritt modernisiert. Das Baukonzept sieht vor, dass Ratsuchende rasch und effizient betreut werden können.

Ein offener Kundenempfang, Beratungszimmer und modernste Bürotechnologien werden die Serviceleistungen der AK sinnvoll unterstützen. Vor einem Monat wurde die Bezirksstelle Hollabrunn neu eröffnet.

Zur neuen Bezirksstelle.

Der Neubau der AK in Schwechat wurde zum ersten Mal im Zuge eines Architekten-wettbewerbes vergeben. Sieger des Bewerbes wurde das Architektenbüro Mitteregger & Seiser, die Bauaufsicht führt Architekt DI Josef Hums. Der Vorstand der AKNÖ hat ein Bauvolumen von ATS 40 Millionen für den Neubau der AK Schwechat beschlossen.

Die alte Bezirksstelle in Schwechat am Alanovaplatz wird jetzt zum Verkauf ausge-schrieben. Mit dem Neubau der Bezirksstelle Schwechat wurde am 28. Juni 1999 begonnen. Nach exakt einjähriger Bauzeit (Bezug: Juni 2000) - genau im Zeitplan - wurde sie am 3. Oktober in einem zeitgemäßen "Outfit" offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Auf 274 m² verbauter Fläche in 4 Geschoßen (inklusive Keller) präsentiert sich die AK Wien Umgebung heute als moderne Service- und Anlaufstelle für alle ArbeitnehmerInnen des Verwaltungsbezirks Schwechat.

Die Bezirksstelle ist mit der AKNÖ-Zentrale in Wien telefonisch und elektronisch voll vernetzt, damit ersparen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mühselige Aktenläufe, einen umweltfeindlichen Papierausstoß und viel Zeit.

10 Büros, 1 Besprechungszimmer für maximal 25 Personen sowie ein einladendes Front-Office, 20 eigene Parkplätze und ein Saal für Sitzungen und Schulungen, der auf 100 m² bis zu 100 Personen Platz bietet, unterstreichen die Kundenorientiertheit des Gebäudes.

Die Leistungsbilanz.

Die Bezirksstelle Wien-Umgebung bietet alle Dienstleistungen der AKNÖ an, neben der Beratung für alle Fragen rund um den Arbeitsplatz (Arbeits- und Sozialrecht, Steuerangelegenheiten Lehrlings- und Jugendschutz, etc.) werden zum Beispiel auch Konsumentenberatungen und Pensionssprechtage abgehalten sowie andere Schwerpunkte gesetzt.

Im vergangenen Jahr suchten mehr als 15.000 ArbeitnehmerInnen Rat und Hilfe in der Bezirksstelle Wien-Umgebung. Die Arbeitsrechtsexperten mussten in mehr als 200 Fällen beim Arbeitgeber intervenieren, wobei 90 Fälle außergerichtlich erledigt werden konnten. Das brachte den Betroffenen 2,97 Millionen Schilling. 130 Mal musste vor Gericht gegangen werden. Die dabei erstrittene Summe betrug 3,1 Millionen Schilling. Rechnet man noch die positiv abgeschlossenen Sozialrechtsfälle und die Interventionen bei Insolvenzen dazu, kommt man auf eine Gesamtsumme von 14,37 Millionen Schilling allein in Schwechat, die die AKNÖ den Beschäftigten erstritten hat. Geld, welches die Betroffenen ohne Intervention der Arbeiterkammer nie bekommen hätten.

Die technischen Daten.

Adresse: 2320 Schwechat, Sendnergasse 7
Tel: 0802/3232. Zum Nulltarif.
Fax: 0802/3232/77
e-Mail: Schwechat@aknoe.at
Öffnungszeiten: Mo-Do 8:00-16:00 Uhr, Fr 8:00-12:00 Uhr Bezirksstellenleiter: Norbert Kerschbaum
Das Team der Bezirksstelle: Roman Pfolz, Monika Hofmann, Walter Mikula, Gertraud Kümerl, Gabriela Molnar

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