Polizeigewerkschaft: Brauchen "blaue" Schafe nicht!

Schnelle Aufklärung ist notwendig

Wien (Polizeigewerkschaft/ÖGB). "In der Polizei haben 'blaue' Schafe nichts zu suchen. Wir wollen eine lückenlose Aufklärung", stellt der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Franz Pail, zu den Behauptungen des ehemaligen F-Gewerkschafters Kleindienst fest.++++

"Wenn die Behauptungen dieses karenzierten Polizisten stimmen, dann ist dies eine Ungeheuerlichkeit. Damit wollen wir nichts zu tun haben. 'Blaue' Schafe haben bei uns nichts zu suchen", ist Pail empört darüber, dass die angebliche Sauberpartei mit Mitteln arbeite, die an eine Diktatur erinnern. "Wir sind für die Sicherheit der Menschen zuständig und nicht für Bespitzelungen im Auftrag einer Partei da. Die vom Innenminister angeordnete Untersuchung muss schnellsten Klarheit bringen. Konsequenzen muss es dann auch für die Auftraggeber geben," fordert der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft.

Pail weiter: "Sollte sich herausstellen, dass von der FPÖ tatsächlich Polizisten für Spitzeldienste bezahlt worden sind, dann ist auch die Steuerfahndung gefragt." Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft hofft, dass es nicht nur für die "kleinen an der Affäre beteiligten Polizisten" Konsequenzen gibt, sondern die wirklichen Drahtzieher zur Verantwortung gezogen werden.(ff)

ÖGB, 2. Oktober 2000
Nr. 802

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