GLAWISCHNIG: HOFFNUNG AUF TRANSPARENZ BEI TEMELIN-BESUCH

Abstimmung mit Bundesregierung bei morgigem Termin Glawischnig-Molterer

Wien (OTS) Im Vorfeld des für kommenden Mittwoch anberaumten Besuchs österreichischer Parlamentarier und Experten im tschechischen Atomkraftwerk Temelin erneuert heute Delegationsleiterin Eva Glawischnig ihre Hoffnung auf maximale Transparenz der Temelin-Betreiber zur Klärung offener Sicherheitsfragen. "Angesichts der aktuellen alarmierenden Meldungen über ungeklärte Sicherheitsfragen erwarten wir uns am Mittwoch Einsicht in essentielle Unterlagen und freien Zugang zu sensiblen Bereichen des AKW", so Glawischnig. So sollen von der österreichischen Delegation unter anderem der bei einem Kernschmelzunfall gefährdete Bereich unterhalb des Containments und der Haupt- und Notkontrollraum besichtigt werden. Insbesondere erwartet sich Glawischnig bei dem Besuch eine Aufklärung über die in den letzten Tagen und Wochen bekanntgewordenen Zwischenfälle und Sicherheitsbedenken und die in Folge von den Temelin-Betreibern getroffenen Maßnahmen. "Wir werden jedenfalls auf der Durchführung einer umfassenden UVP sowie einer unabhängigen Sicherheitsüberprüfung beharren und eine nötige Nachdenkpause einfordern", so Glawischnig.

Beim morgigen Zusammentreffen mit Minister Molterer will Glawischnig nochmals die österreichische Temelin-Strategie mit der Regierung abstimmen. Drei Fragen stehen dabei im Vorder-grund. Ein rasches trilaterales Treffen Tschechien-Deutsch-land-Österreich, um vor allem Deutschland zu bestärken, bei der Forderung nach einer Gesamt-UVP den Rechtsweg einzu-schlagen. Deutschland hat als einziges Nachbarland zu Tschechien auf Grund eines bilateralen Vertrages von 1996 eine rechtliche Grundlage, eine Gesamt-UVP auch per Rechtsweg einzufordern. Weiters will Glawischnig gegenüber Molterer die Frage der Konsequenzen einer Inbetriebnahme von Temelin klären. Die Temelin-Betreiber sprechen von einer Aktivierung "bis Mitte Oktober". Österreich hat für den Fall der Inbetriebnahme angekündigt, das Energiekapitel in den Beitrittsverhandlungen zu blockieren. Drittens will Glawischnig im Vorfeld des mittwöchigen Temelin-Besuchs mit Molterer eine mögliche Vorgangsweise für ein österreichisches finanzielles Ausstiegsangebot an Tschechien akkordieren.

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