KfV: Aktion "Road Expert" wird verlängert

Wien (OTS) - Tod auf der Straße häufigste Todesursache bei Jugendlichen - bessere Ausbildung ist chancenreichste Unfallprävention

Beinahe jeder zweite verstorbene Jugendliche verliert sein Leben im Straßenverkehr, im Vorjahr war etwa jeder dritte Verletzte und jedes vierte Todesopfer im Alter von 15 bis 24 Jahren. Diese traurige Bilanz fordert Taten:

EU-weite Forschungen des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) haben ergeben, daß Unfallprävention, die bei der Ausbildung ansetzt, am effektivsten ist. "Eine Fahrausbildung in mehreren Phasen unterstützt optimal den Beginn einer sicheren Fahrer-Karriere", betont KfV-Direktor Dr. Othmar Thann, "darum fordert das KfV, die bestehende Fahrausbildung um ein Mehrphasen-Modell zu erweitern."

Erster Schritt in Richtung Mehrphasenausbildung

"Road Expert" nennt sich das Fahrsicherheitstraining, das Probeführerscheinbesitzern sicherheitsbewußtes Verhalten im Straßenverkehr vermittelt. Die Gemeinschaftsaktion des KfV, des ARBÖ, ÖAMTC, der Initiative für Fahrsicherheitstraining und der Österreichischen Fahrschulen wurde 1999 für die Dauer eines Jahres gestartet. Um Jugendlichen auch weiterhin die Chance zu geben, ihr Fahrkönnen zu verbessern, wurde die erfolgreiche Aktion nun bis August 2001 verlängert. Kostengünstig, denn die Teilnahme am eintägigen Fahrsicherheitstraining kostet durch diese Aktion nur 500 statt 2.220 Schilling. Kurventraining, Bremsübungen oder das richtige Verhalten bei Aquaplaning stehen dabei ebenso auf dem Programm wie richtige Sitzposition und Lenkradhaltung oder Erfahrungsaustausch und Diskussion mit Experten. Mit Erfolg: Das Training kommt bei den Jugendlichen sehr gut an, Gefahrenbewußtsein und Strategien zur Unfallvermeidung wurden verbessert.

Weitere Informationen unter 02236/47174 oder im Internet www.roadexpert.at.

Die Unfallzahlen der Vorwoche

19 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon 8 zum Wochenende.

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 9 PKW-Insassen (davon 8 Lenker), 2 Motorrad-Lenker, 1 Moped-Lenker, 2 Radfahrer, 3 Fußgänger und 2 Insassen eines Wohnmobiles (davon 1 Lenker) ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (3), Vorrangverletzung (1), Überholen (3), Unachtsamkeit (2), Fehlverhalten Fußgänger (1) und Sonstige (1) festgestellt werden. Bei 6 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 2 Fußgänger und 1 Radfahrer kamen durch Fremdverschulden ums Leben. Alkoholisierung war bei 2 Verkehrsunfällen Mitursache. 5 der 17 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren so genannte "Alleinunfälle". 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Ein Fahrzeuglenker beging Fahrerflucht.

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