Wie viel Lärm verträgt die Stadt?

Svihalek eröffnet Ausstellung über Lärmvermeidung und -bekämpfung der MA 22

Wien (OTS) "Ruhe ! Wie viel Lärm verträgt die Stadt?", so lautet der Titel einer Ausstellung, die sich mit der Lärmbekämpfung und der Lärmvermeidung in Wien beschäftigt und vom Lärmschutzreferat der Umweltschutzabteilung der Stadt Wien (MA 22) veranstaltet wird. Lärm ist ein Faktor des Zusammenlebens in der Stadt, jeder Bewohner ist sowohl Lärmverursacher als auch Lärmgeplagter. Zentrales Thema der Ausstellung, die am Montag von Umweltstadtrat Fritz Svihalek in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ist daher die Bewusstmachung und Erlebbarkeit des subjektiven Empfindens von Lärm und das Aufzeigen der Möglichkeiten, was jeder Einzelne aber auch die
Stadtverwaltung zur Bekämpfung und Eindämmung des Lärms tut und tun kann. "Im städtischen Lebensraum Lärm gänzlich auszuschließen ist nicht möglich, doch zu zeigen, wie man Lärm bei vielen Gelegenheiten vermeiden oder wenn dies nicht möglich ist auch mit diesem leben kann, ist Ziel der Ausstellung ´Ruhe!´", stellte Stadtrat Svihalek fest. Die Objekte der Ausstellung sind nicht nur als reine Anschauungsgegenstände konzipiert, sondern sollen den Wienerinnen und Wienern den Gegensatz Lärm und Ruhe aktiv und interaktiv erlebbar machen. Die Ausstellung "Ruhe! Wie viel Lärm verträgt die Stadt?", ist vom 3. bis 30. Oktober in der Wiener Planungswerkstätte, 1., Friedrich Schmidt-Platz 9, zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 9 bis 16, Donnerstag 9 bis 18 Uhr und Freitag 9 bis 16 Uhr. Zur Eröffnung der Ausstellung erscheint gleichzeitig eine Bauakustik-Broschüre "Weniger Lärm in Haus und Wohnung", die ebenso wie die bereits vor einiger Zeit erschienene "Lärmfibel" kostenlos beim Folderservice der Umweltschutzabteilung unter der Telefonnummer 4000/88220
erhältlich ist.

Subjektives Lärmempfinden erlebbar gemacht

Was für das Ohr des einen eine Wohltat ist, kann jemand anderen bereits zum Wahnsinn treiben. Denn was der Stadtbewohner
als Lärm empfindet, hängt sehr stark vom jeweiligen Menschen selbst ab. Die Ausstellung nähert sich aus dem persönlichen Blickwinkel des "Hörenden" den Geräuschen in der Stadt. Zentrales Thema der Schau ist daher das subjektive Lärmempfinden der Menschen. Was ist nun wirklich laut, was ist leise? Welche Lautstärke stört, welche Töne empfindet man als angenehm, welche als unangenehm? Diese subjektiven Empfindungen versucht die Ausstellung zu objektivieren und erfassbar zu machen.

Dazu gibt es jede Menge Hörbeispiele für die Ohren der Besucher. Beim direkten Vergleich mit anderen Geräuschen, lässt sich die Lautstärke besser einschätzen. So werden Livebilder und der Lärmpegel optisch von der stark befahrenen "2er-Linie" in die Planungswerkstatt übertragen und dem Lärmpegel einer verkehrsberuhigten Zone (8., Lenaugasse) gegenüber gestellt. Wer immer schon wissen wollte, wie laut sein Bohrer, Mixer oder Radio ist, hört am besten ganz einfach in die Ausstellung rein. Denn
dort kann man erleben, wie laut der Alltag wirklich ist. Wie laut empfindet man das Tropfen eines Wasserhahns, wie unterschiedlich hört man Volks- oder Opernmusik, ist das Läuten von Kirchenglocken angenehm oder störend? Wie laut hört sich im Vergleich Lärm von Straßen-, Schienen- und Flugverkehr an? Für den Konfliktbereich Wohnen - Freizeit kann man sich als Beispiel die Auswirkungen der Glaseinhausung der Wohnhäuser bei der Copa Cagrana anhören oder den Lärm eines Schanigartens und parallel dazu Hans Moser singend das Lied "Sperrstund´ is...".
Die Messeinheit von Lärm - die Dezibel - werden erfahrbar gemacht in dem Bereich zwischen 20 (tickende Uhr) und 80 Dezibel (laute Musik). Wie sich Lärm auf unsere Gesundheit auswirkt, kann man
z.B. am Querschnitt einer Nachbildung des menschlichen Ohrs sehen oder daran, welche Lautstärken ein Walkman produziert und wann diese gesundheitsschädigend sind. Viele Tipps und Tricks verraten, wie man sich vor dem Lärm schützen kann, wie beispielsweise Modelle von Lärmschutzfenstern und -wänden.

Die Lärmschutzexperten der Stadt Wien

Gezeigt wird auch, was die Stadt Wien im Kampf gegen den Lärm tut. Die bisherigen Erfolge des Lärmschutzes in Wien können sich sehen lassen: Die Lärmbelastung in Wien ist laut "Wiener Lärmbericht" seit 1982 um 17,3 Prozent gesunken. Wenn es darum geht, die Stadt etwas leiser zu machen, setzen die Lärmschutzexperten der Wiener Umweltschutzabteilung bei ihrer Arbeit auf modernste Computerunterstützung, die ebenfalls bei der Ausstellung zu sehen ist.

Gleichzeitig mit der Ausstellung wird auch - nach der bereits vor einiger Zeit erschienenen "Lärmfibel" (mit zahlreichen Tipps und Ratschlägen, wie jeder Einzelne sich vor Lärm schützen kann) -ein weiteres Nachschlagewerk für die Wienerinnen und Wiener präsentiert: die Bauakustikbroschüre "Weniger Lärm in Haus und Wohnung". Nicht nur für alle Wohnungssanierer und Häuselbauer als Informationsbroschüre gedacht, sondern auch für alle, denen die Wohnstätte Lebensmittelpunkt ist. Oft sind es die kleinen und einfachen Dinge, die uns das Leben als Nachbarn vergällen. Alltäglichkeiten, wie eine schlecht aufgestellte Stereoanlage oder ein falsch verlegter Fertigparkett, machen das Leben miteinander schwer. Ein Gespräch oder etwas mehr Aufmerksamkeit beim Wohnungsumbau schaffen Missstände aus dem Weg. Dazu soll diese kostenlos erhältliche Broschüre mithelfen. Zu bestellen ist sie -wie auch die "Lärmfibel" - beim Folderservice der Umweltschutzabteilung der Stadt Wien unter der Telefonnummer 4000/88220. (Schluss) ma

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