AK Test: Alkoholpreise am Flughafen angestiegen (1)

Seit einem Jahr für EU-Reisende am Flughafen gleiche Versteuerung wie im Handel

Wien (AK) - Alkoholische Getränke sind seit der Abschaffung des Duty-Frees meist teuerer geworden. Für Ausreisende in ein Nicht-EU-Land ist es trotz Duty-Free nicht billiger, sie müssen bei Alkohol den selben Preis zahlen wie EU-Reisende. Das zeigt ein aktueller AK-Preisvergleich. Auch Zigaretten kosten gleich viel wie in den Trafiken, lediglich für Reisende in ein Nicht-EU-Land sind sie im Schnitt fast um den halben Preis zu bekommen. Erstaunlich:
Sturzflug bei Parfumpreisen gegenüber dem Vorjahr, obwohl die Abschaffung des Duty-Frees keine steuerlichen Auswirkungen auf die Parfumpreise hatte. Seit dem Vorjahr gibt es für Reisende innerhalb der EU keinen Duty-Free-Verkauf mehr. Es müssen die selben Steuern wie im Handel bezahlt werden. ****

Bis zum 30. Juni 1999 gab es bei Waren am Flughafen innerhalb der EU keine Monopolsteuern, also keine Alkohol-, Schaumwein- und Tabaksteuer. Es musste lediglich die Mehrwertsteuer bezahlt werden. Seit 1. Juli 1999 mit der Abschaffung der Duty-Frees gibt es innerhalb der EU keinen Duty-Free Verkauf an Flughäfen mehr. Konsumenten müssen daher genau so wie im Handel die Steuern auf Tabak, Alkohol, und Schaumwein zahlen. Einzige Ausnahme sind Reisende in Drittländer, die nach wie vor keine Monopolsteuern zahlen müssen. Aber: Bei Alkohol müssen Reisende in ein Nicht-EU-Land den gleichen Preis zahlen wie EU-Reisende. Bei Parfum hat sich bei den Preisen ohnehin nichts verändert, egal, ob in ein EU- oder Nicht-EU-Land gefahren wird, weil auch vor der Duty-Free-Abschaffung nur die Mehrwertsteuer und keine Monopolsteuern zu entrichten waren.

Die AK-Konsumentenschützer haben im Juli die Preise für 27 Zigarettensorten, 28 alkoholische Getränke und Schaumweine und 32 Damen- und Herren Parfums in Wiener Geschäften und am Schwechater Flughafen erhoben. Die AK hat die Preise mit einer Erhebung aus 1999 verglichen.

Alkohol teurer
Die Preise für Alkohol sind auf Grund der nun zu entrichtenden Alkohol- und Schaumweinsteuer am Wiener Flughafen um durchschnittlich 12 Prozent angehoben worden.
Zwei Produkte wurden sogar billiger: Ein Liter Ballantine's kostete im Juli 2000 135 Schilling (1999 185 Schilling). Der Mozart Liqueur kostete statt 155 Schilling (1999) heuer 135 Schilling.
Einige Produkte sind gleich geblieben, wie zB Jim Beam (175 Schilling) oder Hennessy VSOP (550 Schilling).
Parfum billiger
Das erstaunliche Ergebnis: Im Vergleich zu 1999 sind Parfums am Flughafen deutlich billiger geworden. Bei Damen-Parfums können sich KonsumentInnen im Vergleich zum Vorjahr bis zu 215 Schilling ersparen, bei Herren-Parfums bis zu 35 Schilling.

Im Schnitt sind am Flughafen Damen-Parfums um 6 Prozent und Herren-Parfums um 2 Prozent günstiger als noch vor einem Jahr.

Einige Preisbeispiele:
Eau de Toilette Preise in Schilling
Damen 1999 Juli 2000
L. Biagiotti Laura (100ml) 760 545
C. Klein cK one (200ml) 590 450
Herren
Escada pour Homme (75ml) 430 395
Givenchy Gentleman (100ml) 445 475

Billige Zigaretten bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land
Tabakwaren dürfen in der EU nur mehr zum normalenTrafikpreis angeboten werden. Daher befinden sich am Regal die Preisschilder für Reisende in Nicht-EU-Länder, an der Kassa die Schilder mit den normalen Trafikpreisen für EU-Reisende.

Reisende bekommen nur billigere Zigaretten, wenn sie in ein Nicht-EU-Land reisen - innerhalb der EU können Zigaretten im Duty-Free zu normalen Trafikpreisen gekauft werden. Die Zigaretten sind im Schnitt um das Doppelte billiger, wenn ein Konsument in ein Nicht-EU-Land reist.

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