Sacher: Ausbildungsoffensive im Inland statt billige Arbeitskräfte aus dem Ausland

,Arbeitsminister" Bartenstein zeigt wieder starke Interessenskonflikte bei den Interessen der unselbständig Beschäftigten

St. Pölten, (SPI) - "Im Inland kürzt man die Finanzmittel für Bildung und setzt finanzielle Hürden für einen Zugang zu einer besseren Aus-und Weiterbildung - und gleichzeitig beschwert sich ‚Arbeitsminister‘ und Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein über zu wenig hochqualifiziert ausgebildetes Personal für die Wirtschaft. Ist diese ‚Einschätzung‘ von Bartenstein angesichts des in Österreich vorhandenen hohen Ausbildungslevels generell nicht nachvollziehbar, ja für viele ausgezeichnet ausgebildete junge Menschen fast beleidigend, so ist Bartensteins Vorhaben, mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland nach Österreich zu holen, strikt zurückzuweisen. Ganz im Gegenteil muss bei uns eine Qualifikationsoffensive mit begleitenden Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen gestartet werden, damit die Wirtschaft den Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften auch in Zukunft in Österreich selbst decken kann", kommentiert Niederösterreichs SPÖ-Klubchef LAbg. Ewald Sacher das Vorhaben des Wirtschaftsministers, vermehrt ausländische Arbeitskräfte ins Land zu holen.****

"Es ist kein Wunder, dass junge Menschen bei uns betreffend höherqualifizierter Ausbildung mit immer mehr Problemen konfrontiert sind. 10.000 Schilling Studiengebühren schaffen eine finanzielle und sozialpolitische Hürde bei den Universitäten, die selbe Summe wird künftighin auch für den Besuch einer Fachhochschule zu bezahlen sein. Ausgebildete Lehrlinge und Facharbeiter, die den Besuch einer Fachhochschule ins Auge gefaßt haben, werden damit neben den ohnehin vorhandenen großen beruflichen und privaten Einschränkungen zusätzlich belastet. Doch nicht nur bei den Universitäten - auch bei den Pflichtschulen und den Höheren Schulen werden Milliardenbeträge eingespart, die bei der Bildung einfach fehlen. Diese Bundesregierung ist verantwortlich für die Chancen unserer Jugend und für die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Billige Arbeitskräfte aus dem Ausland sind nicht dass, was den Standort Österreich sichern hilft. Nur durch unsere eigene Leistungen, unsere Ideen und unser Können werden wir im weltweiten Wettbewerb bestehen können. Es scheint, dass sich Arbeitsminister Bartenstein wieder in einem Interessenkonflikt seines Ressorts ‚gefangen‘ hat - in Wahrheit möchte er nur ‚billigere‘ Arbeitskräfte für die Wirtschaft und kein Geld in die Aus- und Weiterbildung der Österreicherinnen und Österreicher investieren", so Klubobmann LAbg. Ewald Sacher abschließend.
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