porfil: Maurer: "Skandal sondergleichen"

attackierter Medienrichter Maurer will sich nicht aus ORF-Kuratorium zurückziehen - ortet "Kampagne" von Medien - "eine ungeheure Gefahr für die Justiz"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheindenen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" nimmt der seit Monaten öffentlich als FP-lastig attackierte Medienrichter Ernest Maurer erstmals umfangreich und detailliert Stellung zu den Angriffen. Den Freiheitlichen stehe er so fern wie den anderen Parteien, nicht einmal einen Du-Freund habe er dort.

Der Richter bestreitet, in irgendeiner Form befangen zu und er werde sich schon deshalb weder aus dem ORF-Kuratorium noch aus Medienprozessen mit FP-Beteiligung zurückziehen. Maurer im "profil"-Interview: "Solange der Druck anhält, bleibe ich standhaft." Sollte der derzeit von ihm geortete Druck irgendwann nachlassen, könne es sein, dass er "im ORF erkenne, dass dort seine Tätigkeit unvertretbar wird." Ein Rückzug, so Maurer, würde "zur ungeheuren Gefahr für die ganze Justiz", dass man einen unbequemen Richter herausschießt, indem man ihn zuerst "ganz substratlos mit Dreck" bewirft und dann sagt "der stinkt aber".

Nicht ein einziger der gegen ihn erhobenen Vorwürfe sei richtig, argumentiert Maurer: "Ich sitze eben gerade nicht, ich betone:
nicht, auf einem der Sitze im Kuratorium, der den Parteien zusteht, sondern auf einem Regierungssitz." Außerdem habe, so der im Zentrum der Kritik stehende Richter, der Europäische Gerichtshof in Strassburg keines seiner Urteile "zerrissen, was nicht alle Kollegen von sich sagen können".

Es handle sich bei den gegen ihn gerichteten Vorwürfen um eine "Kampagne, die in schändlicher Weise, nämlich mit Absicht, fehlinformiert". Aufgabe der Justiz sei der Schutz aller Menschen vor medialen Übergriffen. Maurer im "profil"-Interview: "Wie manche Medien darauf aber reagieren, ist ein Skandal sondergleichen".

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