"Thema" am 2. Oktober: "Italien: Supermarkt des Horrors"

Wien (OTS) - Barbara van Melle präsentiert am 2. Oktober 2000, um 21.05 Uhr in ORF 2 unter anderem folgende Themen:

Italien: Supermarkt des Horrors
In Italien spricht man vom "Supermarkt des Horrors": Spezialisten der Polizei haben Kinderpornos von derartiger Grausamkeit entdeckt, dass selbst Fahnder unter Schock stehen. Bilder mit Folter und Mord, grausige Vergewaltigungen, Videos mit mutmaßlichen Kinderleichen. Produziert wurden die Videos vermutlich in Russland, vertrieben werden sie via Internet. 1700 Ermittlungen führt die italienische Polizei derzeit durch, der Markt der Pädophilen floriert jedoch nicht nur in Italien, sondern weltweit. Auf die Spur der russisch-italienischen Dealer brachte die Polizei ein Priester in Sizilien. In einem verschlafenen Dorf betreibt er Fahndung via Internet. Für "Thema" schildert er Andreas Pfeifer seine Erfolge und Misserfolge in diesem Milieu. Robert Altenburger heftet sich auf die Spuren der Internet-Kinderporno-Szene in Österreich. Er spricht mit einem Hacker, der seit Jahren die Internet-Pornoszene verdeckt durchforstet und mittlerweile wichtiger Partner für die Ermittler geworden ist.

Griechenland: Die Todesfähre
Knapp eine Woche nach der Fährentragödie vor der griechischen Insel Paros offenbaren sich erst die wirklichen Dimensionen dieses Unglücks: 66 Tote wurden bisher geborgen, 14 Opfer werden noch vermisst. Wie viele Menschen wirklich an Bord waren, wird vermutlich nie geklärt werden können, denn Dutzende Passagen wurden schwarz verkauft. Die griechischen Behörden reagierten überraschend schnell:
Gegen den Kapitän und seine Crew wurde Mordanklage erhoben. Auch in Österreich wird es ein juristisches Nachspiel geben. Für die vier Österreicher, die überlebt haben, geht es jetzt um Schadensersatzforderungen für die psychische Belastung. Für "Thema" haben Ursula Neuner-Rennhofer und Alexander Steinbach den aktuellsten Stand der Fährentragödie recherchiert.

Kärnten: Streit um Behinderten-WG
Im Klagenfurter Stadtteil Viktring gehen derzeit die Wogen hoch:
Mitten im Siedlungsgebiet wird ein Wohnhaus fertiggestellt, das ab Mitte November sieben geistig schwer behinderte Männer samt Betreuer beherbergen soll. Geleitet wird das Projekt von "Pro Mente Infirmis", alle nötigen Vorbereitungen für den Einzug wurden bereits getroffen. Doch die Proteste der Anrainer ließen nicht lange auf sich warten. Die Menschen befürchten, durch die Behinderten gestört zu werden, auch für den angrenzenden Kindergarten seien sie keine geeigneten Nachbarn, lautet die Argumentation. Jetzt haben sich die Fronten weiter verhärtet. Bürgerinitiativen wurden gegründet, Unterschriften werden gesammelt. Eva Kordesch hat sich für "Thema" mit dem Leiter von "Pro Mente Infirmis" und zukünftigen WG-Bewohnern die Siedlung angesehen und mit den Anrainern über ihre Ängste gesprochen. Italien - Schritt für Schritt
Vor 10 Jahren stürzte Angelo Colombo bei Malerarbeiten von einem Dach. "Querschnittlähmung" lautete die Diagnose der Ärzte. Colombo richtete sich auf ein Leben im Rollstuhl ein, doch heute steht er wieder auf eigenen Beinen und kommt - mit Hilfe von Gehstützen -voran. Diesen Erfolg verdankt er dem Chirurgen Giorgio Brunelli, der durch die Verpflanzung von Nervenzellen die Bewegungsfähigkeit des Patienten allmählich wieder hergestellt hat. Das von Brunelli entwickelte Operationsverfahren erregte weltweit Aufsehen - bislang galt die Querschnittlähmung als unheilbare Verletzung. Für "Thema" dokumentiert Andreas Pfeifer diese medizinische Sensation.

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