- 29.09.2000, 16:27:29
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- OTS0298
"Thema" am 2. Oktober: "Italien: Supermarkt des Horrors"=
Wien (OTS) - Barbara van Melle präsentiert am 2. Oktober 2000, um
21.05 Uhr in ORF 2 unter anderem folgende Themen:
Italien: Supermarkt des Horrors
In Italien spricht man vom "Supermarkt des Horrors": Spezialisten der
Polizei haben Kinderpornos von derartiger Grausamkeit entdeckt, dass
selbst Fahnder unter Schock stehen. Bilder mit Folter und Mord,
grausige Vergewaltigungen, Videos mit mutmaßlichen Kinderleichen.
Produziert wurden die Videos vermutlich in Russland, vertrieben
werden sie via Internet. 1700 Ermittlungen führt die italienische
Polizei derzeit durch, der Markt der Pädophilen floriert jedoch nicht
nur in Italien, sondern weltweit. Auf die Spur der
russisch-italienischen Dealer brachte die Polizei ein Priester in
Sizilien. In einem verschlafenen Dorf betreibt er Fahndung via
Internet. Für "Thema" schildert er Andreas Pfeifer seine Erfolge und
Misserfolge in diesem Milieu. Robert Altenburger heftet sich auf die
Spuren der Internet-Kinderporno-Szene in Österreich. Er spricht mit
einem Hacker, der seit Jahren die Internet-Pornoszene verdeckt
durchforstet und mittlerweile wichtiger Partner für die Ermittler
geworden ist.
Griechenland: Die Todesfähre
Knapp eine Woche nach der Fährentragödie vor der griechischen Insel
Paros offenbaren sich erst die wirklichen Dimensionen dieses
Unglücks: 66 Tote wurden bisher geborgen, 14 Opfer werden noch
vermisst. Wie viele Menschen wirklich an Bord waren, wird vermutlich
nie geklärt werden können, denn Dutzende Passagen wurden schwarz
verkauft. Die griechischen Behörden reagierten überraschend schnell:
Gegen den Kapitän und seine Crew wurde Mordanklage erhoben. Auch in
Österreich wird es ein juristisches Nachspiel geben. Für die vier
Österreicher, die überlebt haben, geht es jetzt um
Schadensersatzforderungen für die psychische Belastung. Für "Thema"
haben Ursula Neuner-Rennhofer und Alexander Steinbach den aktuellsten
Stand der Fährentragödie recherchiert.
Kärnten: Streit um Behinderten-WG
Im Klagenfurter Stadtteil Viktring gehen derzeit die Wogen hoch:
Mitten im Siedlungsgebiet wird ein Wohnhaus fertiggestellt, das ab
Mitte November sieben geistig schwer behinderte Männer samt Betreuer
beherbergen soll. Geleitet wird das Projekt von "Pro Mente Infirmis",
alle nötigen Vorbereitungen für den Einzug wurden bereits getroffen.
Doch die Proteste der Anrainer ließen nicht lange auf sich warten.
Die Menschen befürchten, durch die Behinderten gestört zu werden,
auch für den angrenzenden Kindergarten seien sie keine geeigneten
Nachbarn, lautet die Argumentation. Jetzt haben sich die Fronten
weiter verhärtet. Bürgerinitiativen wurden gegründet, Unterschriften
werden gesammelt. Eva Kordesch hat sich für "Thema" mit dem Leiter
von "Pro Mente Infirmis" und zukünftigen WG-Bewohnern die Siedlung
angesehen und mit den Anrainern über ihre Ängste gesprochen.
Italien - Schritt für Schritt
Vor 10 Jahren stürzte Angelo Colombo bei Malerarbeiten von einem
Dach. "Querschnittlähmung" lautete die Diagnose der Ärzte. Colombo
richtete sich auf ein Leben im Rollstuhl ein, doch heute steht er
wieder auf eigenen Beinen und kommt - mit Hilfe von Gehstützen -
voran. Diesen Erfolg verdankt er dem Chirurgen Giorgio Brunelli, der
durch die Verpflanzung von Nervenzellen die Bewegungsfähigkeit des
Patienten allmählich wieder hergestellt hat. Das von Brunelli
entwickelte Operationsverfahren erregte weltweit Aufsehen - bislang
galt die Querschnittlähmung als unheilbare Verletzung. Für "Thema"
dokumentiert Andreas Pfeifer diese medizinische Sensation.
Rückfragehinweis: ORF-Pressestelle
Gertrud Aringer
(01) 87878 - DW 12098
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