- 29.09.2000, 12:37:29
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WWF: Klimawandel schuld an Wetter-Katastrophen
Wien (OTS) - Stürme, Überschwemmungen oder Hitzewellen -
zunehmende extreme Wettersituationen auf der ganzen Welt sind erste
Auswirkungen des hausgemachten Klimawandels. Das ergibt eine von der
Umweltorganisation WWF (World Wide Fund For Nature) beauftragte
Studie der Universität Amsterdam. Obwohl die Gefahr der
internationalen Staatengemeinschaft spätestens seit dem Umweltgipfel
in Rio vor fast zehn Jahren bekannt ist, steigen die weltweiten
Emissionen von Treibhausgasen weiter an. Der WWF appelliert an die
mehr 180 Staaten, die wie Österreich die Klimakonvention
unterzeichneten, den Worten endlich Taten folgen zu lassen.
Veränderungen von Temperatur und Niederschlag, Anstieg des
Meeresspiegels oder das Schmelzen der Gletscher sind in der Studie
ebenso analysiert worden wie dadurch verursachte Katastrophen und
wirtschaftliche Einbußen. Versicherungsdaten ergeben, dass in den
letzten 30 Jahren wetterbedingte Schäden von jährlich 10 auf 50
Milliarden gestiegen sind. Professor Pier Vellinga, führender
Klimatologe an der Universtität Amsterdam und Studienautor: "Das kann
nicht allein mit Bevölkerungswachstum oder steigendem Wohlstand
erklärt werden, sondern ist mit Sicherheit zumindest teilweise direkt
auf menschgemachte Veränderungen in der Athmosphäre zurückzuführen".
Es fehlen zwar ausreichende Untersuchungen, ob auch die
Hitzeperiode in Österreich von April bis Juni dieses Jahres - es war
der heißeste registrierte Frühling seit 200 Jahren - auf den
Klimawandel zurückzuführen ist oder im Bereich der natürlichen
Wetterschwankungen liegt. "Allerdings machen solche Erfahrungen
spürbar, welche Folgen ein Klimawandel hätte", unterstützt Univ.
Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb vom Institut für Meteorologie und Physik
der Universität für Bodenkultur die Warnungen internationaler
Klimaforscher.
Von 13. bis 24. November findet in Den Haag die sechste
Vertragsstaatenkonferenz zur Klimakonvention statt. Die Studie
(englisch) ist gegen Versandkostenanteil beim WWF erhältlich.
Gerne faxen oder mailen wir Ihnen eine zweiseitige Zusammenfassung
(englisch) der Studie.
Rückfragehinweis: Birgit Kohlmaier-Schacht
Tel.: (01) 488 17 232 oder 0676/31 13 313
Mag. Stefan Moidl (01) 488 17 256
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