Seilbahnen möchten "Bergsommer" beleben

Arbeitsgruppe Sommerbahnen diskutiert neue Image-Strategie -Gemeinsame Angebotsentwicklung und Qualitätskriterien

Wien(PWK837) Die Belebung des "Bergsommers" ist eines der strategischen Ziele der österreichischen Seilbahnwirtschaft für das kommende Jahr. Derzeit werden 93 Prozent der Branchenumsätze im Winterhalbjahr erzielt. Angestrebt wird eine bessere Auslastung vieler ausgesprochener "Winterbahnen" auch im Sommer, was einen wichtigen Beitrag zur Kostendeckung darstellt, erklärte der Geschäftsführer des Fachverbandes der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Erik Wolf, im Anschluss an eine Tagung der kürzlich auf Initiative des Marketingsforums eingerichteten Arbeitsgruppe "Sommerbahnen" in Innsbruck.

Der österreichische Bergsommer stehe wegen mancher Imagedefizite, wegen des zunehmenden direkten und indirekten Wettbewerbs und wegen des veränderten Konsumverhaltens weiterhin unter Druck. Dem soll durch eine gezielte Strategie, wie etwa die Entwicklung gemeinsamer Angebote und eine bessere Profilierung, entgegengewirkt werden.

Wie eine bei der Sitzung der Arbeitsgruppe präsentierte Studie zeigt, biete das in Österreich durch Bergbahnen erschlossene Sommerangebot im Vergleich zu den Mitbewerbern "besonders gesunde, regenerative und entspannende sowie erholende Grundvoraussetzungen". Darauf aufbauend soll nun der Zusatznutzen für bestimmte Zielgruppen - Körperbewusste, (Hobby-)Sportler u.a.m. - besonders herausgearbeitet werden. Der "Nutzen", so die Studie, reicht von der Verbesserung der körperlichen und geistigen Fitness (Prävention) über die Wiedererlangung körperlicher Gesundheit (Regeneration) bis zu sozialen Kontakten und Erlebnissen.

Eine typische Sommerbahn ist als Aufstiegshilfe für den Wanderer meist nur ein (kleiner) Teil eines Ferienangebots. Wiederholte Fahrten sind bei Sommerbahnen weit weniger häufig als im Winter (Schiabfahrten). Daraus ergibt sich, so DI Thomas Kinz, Leiter der Arbeitsgruppe und Geschäftsführer der Pfänderbahn in Bregenz, dass die Sommerbahnen noch besser in die Urlaubsprogramme eingebunden werden sollten. Notwendig ist eine intensive Zusammenarbeit mit den örtlichen Tourismusorganisationen bzw. mit der Gesamtregion. Bewährt habe sich die Einführung von "all inclusive"-Erlebnis-Cards bzw. von kombinierten Ermäßigungsausweisen, wie beispielsweise der "Bodenseepass". Es zeige sich, dass mit der Einführung einer "Card" die Kundenfrequenz zunimmt. Ganz klar erkennbar sei dieser Trend besonders in den Schlechtwetterperioden. Die Bahn werde durch die Card-Kunden trotzdem genutzt, wovon auch Gastronomie und Souvenirverkauf profitierten.
Bei einem Gesamtangebot von derzeit 255 Seilbahnen gibt es in Österreich rund 30 klassische Sommerbahnen, die den überwiegenden Teil ihres Umsatzes in den Sommermonaten erwirtschaften. Dazu zählen so bekannte Anlagen wie die Raxseilbahn in N.Ö., die Innsbrucker Nordketten-Bahn, die seit 1927 bestehende Pfänderbahn oder die Mariazeller Schwebebahnen. (hp)

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