KOPF: LEISTUNGSFÄHIGE VERWALTUNG EIN ENTSCHEIDENDER STANDORTFAKTOR

WB mahnt konkrete Umsetzungsschritte von Riess-Passer ein; Streiks ändern nichts

Wien (OTS) - "Der öffentliche Sektor ist ein wichtiger Partner
für die Betriebe und die Wirtschaft hat größtes Interesse an einer leistungsfähigen Verwaltung. Wer aber verhindert, dass Österreichs Verwaltungsapparat im Sinne eines modernen Dienstleisters abschlankt, schädigt nicht nur den Bundeshaushalt, sondern auch den Attraktivitätswert unseres Landes als Wirtschaftsstandort. Betriebe machen ihre Entscheidung wo sie sich ansiedeln, verstärkt davon abhängig, welche Qualität an öffentlicher Dienstleistung sie am Standort erwartet. Keine oder unzureichende Strukturreformen durchzuführen hätte über kurz oder lang für alle - Arbeitgeber und Arbeitnehmer - Negativwirkungen. Ich habe daher kein Verständnis für eine Interessenpolitik, die nicht über den eigenen Tellerrand schaut", erklärte heute, Freitag, Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf.

Zu den Streikdrohungen meint Kopf: "Ein Unternehmen, das zu lange über die Verhältnisse gelebt hat, muss strukturelle und personelle Einschnitte machen um wieder auf die Beine zu kommen. An diesem Faktum ändern auch Streiks nichts. Das gilt genauso für den Staat."

Gleichzeitig fordert der Wirtschaftsbund-Generalsekretär von Ministerin Riess-Passer, die Zusage der Regierung nach tatsächlichen Verwaltungsreformen und Bürokratieabbau einzuhalten und die konkreten Pläne dazu vorzulegen. "Wir hören Absichtserklärungen, aber wir sehen noch keine konkreten Umsetzungsschritte."

KEINE REVOLUTION SONDERN EUROPÄISCHER STANDARD
Dass Veränderungsbedarf im Verwaltungsapparat besteht, zeigen die Ergebnisse einer IWI-Studie vom letzten Jahr, die das regulative und administrative Umfeld von Klein- und Mittelbetrieben beleuchtet. 315 befragte KMU's äußerten dabei insbesondere Kritik an der mangelnden Flexibilität und dem Bürokratismus der Verfahrensweise von Behörden und fast zwei Drittel der Befragten konstatierten eine erhebliche Steigerung ihrer Kosten, durch die administrative Abwicklung von Bestimmungen und Auflagen.

Kopf: "Daran ist nicht der einzelne Mitarbeiter der Verwaltung schuld, im Gegenteil. Viele verstehen sich als Dienstleister und Partner der Wirtschaft, haben aber vielerorts keine Chance, dass sich ihre Motivation und Kreativität gegen den bürokratischen Überbau auch durchsetzen. Eine moderne Wirtschaft verlangt nach einer modernen serviceorientierten und leistbaren Bürokratie. Diese Einsicht ist keine Revolution, wie das übertriebene Reaktionen vermuten lassen, sondern schon längst europäischer Standard."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftsbund-Bundesleitung,
Tel.: (01) /505 47 96-30
t.lang@wirtschaftsbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NWB/OTS