Wirtschaftskammer für Vertiefung des "Asia-Europe-Prozesses"

WKÖ-Schenz: Wirtschaftliche Interessenvertretungen Europas und Asiens haben bereits gutes Informationssystem aufgebaut

Wien(PWK836) "Die Wirtschaftskammer Österreich begrüßt den Asia-Europe-Prozess, der eine engere Zusammenarbeit der Interessenvertretungen der Wirtschaft zwischen Europa und Asien zum Ziel hat. Wir haben uns daher bereits beim ersten 'Asia Europe Business Forum' (AEBF) in Bangkok 1996 sowie in Singapur, Paris, London und Seoul mit namhaften österreichischen Firmen aktiv beteiligt", erklärte Richard Schenz, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, bei der heutigen Eröffnungspressekonferenz des AEBF 2000 in Wien.

Das "Asia Europe Business Forum, Vienna 2000", das am 29. und 30. September in der Wiener Hofburg stattfindet, wird von der Wirtschaftskammer Österreich gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Soziales veranstaltet und von Professor Helmut List (AVL List, Graz) als Chairman getragen. Rund 200 Top-Manager bedeutender Firmen aus allen beteiligten Ländern (15 EU-Staaten sowie China, Japan, Malaysia, Indonesien, Philippinen, Singapur, Brunei, Vietnam, Thailand, Korea) nehmen daran teil.

"In den letzten Jahren haben wir zwischen den Wirtschaftskammern Asiens und Europas ein ausgezeichnetes und gut funktionierendes Informationssystem aufgebaut", berichtete Schenz. In den Wirtschaftskammern aller 25 Länder wurden sogenannte "Contact Points" errichtet, die über Telefax, E-Mail und Telefon direkt verbunden sind. Als Beispiel für neue Aufgabenbereiche des AEBF erwähnte Schenz unter anderem die WTO-Veranstaltung, die von der Europäischen Kommission, Japan und Österreich im Anschluss an das AEBF Vienna 2000 organisiert wird. "Auch diese WTO-Veranstaltung wird dazu dienen, gemeinsame Interessen der Wirtschaft Asiens und Europas zu identifizieren, und so hoffen wir, in verschiedenen Bereichen auch gemeinsame Positionen zu finden."

Asien sei für die EU und auch für Österreich eine wichtige Exportregion, machte Schenz aufmerksam. Nur drei Jahre nach der schweren Finanzkrise sei Asien mit einem Wachstum von 6,2 Prozent (1999) laut der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) wieder die am schnellsten wachsende Region der Welt.

Den österreichischen Exporteuren gelang es 1999 den Wirtschaftsaufschwung zu nutzen und die Exporteinbrüche des Jahres 1998 wett zu machen. Die Ausfuhren nach Asien (ohne GUS- und Nahostländer) - vor allem Maschinen und Fahrzeuge, Chemikalien und Pharmazeutika sowie Papier und Pappe - nahmen 1999 um 24 Prozent auf 35,6 Mrd Schilling zu, während Österreichs Gesamtexporte nur um 7 Prozent zulegten. Auch im ersten Halbjahr 2000 konnten Steigerungsraten von durchschnittlich 16 Prozent erreicht werden. Die Importe betrugen 1999 61,6 Mrd Schilling (+12 Prozent), womit die Handelsbilanz Österreichs mit der Fernostregion noch immer stark defizitär ist.

Der wichtigste Handelspartner in Asien ist Japan, wohin im Vorjahr die österreichischen Warenlieferungen wieder um 40 Prozent auf über 22 Mrd Schilling angewachsen sind, gefolgt von China, Indonesien, Korea und Thailand, alles Teilnehmerländer am Asia Europe Business Forum.

"Der Anteil der Exporte nach Asien an den Weltexporten Österreichs liegt aber mit 4 Prozent noch sehr niedrig", betonte Schenz. Das Marktpotential für österreichische Produkte sei noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Für Österreich sei die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen zu Asien daher ein großes Anliegen. "Der weitere Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Europa und Asien kann in Zukunft noch weiter verbessert werden. Dazu können vor allem auch die wirtschaftlichen Interessenvertretungen der europäischen und asiatischen Staaten beitragen", zeigte sich der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich überzeugt. (Ne)

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