LIF-Bolena: Gemeinsame Obsorge muss gewollt sein

Wenn Eltern gemeinsam Verantwortung übernehmen wollen können sie das auch ohne Gesetz

Wien (OTS) - Anläßlich der Diskussion zur gemeinsamen Obsorge meldet sich heute auch die Wiener LIF-Chefin Alexandra Bolena zu Wort: "Eine gesetzliche Regelung zur gemeinsamen Obsorge ist absolut überflüssig. Schon jetzt können Eltern auch nach einer Trennung weiterhin gemeinsam für ihre Kinder Verantwortung übernehmen, wenn sie das wollen."***

Wenn die ÖVP meint, dass Trennungen heute viel harmonischer ablaufen, als noch in den 60er Jahren, dann wäre das ein Argument, den Status Quo beizubehalten. "Schließlich verbietet der Staus Quo ja niemandem gemeinsam Verantwortung zu übernehmen," so die liberale LIF-Chefin. Gerade im Konfliktfall ist gemeinsame Obsorge jedoch kontraproduktiv. "Wenn Kinder im Konfliktfall eben nicht wissen, wer "das letzte Wort" hat und die Entscheidungen trifft, dann werden sie zum Spielball im Scheidungskrieg - und das kann doch nicht im Interesse der Kinder sein," so Bolena.

Es sei bedauerlich, dass die Regierung auf dem Rücken der Betroffenen versuche, ihr heiles Familienbild durchzuboxen: "Ein Blick in die Frauenhäuser würde genügen, um zu erkennen, wie die Realität ausschaut. Genau für jene Frauen und Kinder, die sich unter widrigsten Umständen vom "Familienvater" trennen, ist der Vorschlag der gemeinsamen Obsorge eine gefährlich Drohung. Gemeinsam Obsorge bleibt ein frommer Wunsch, wenn sie nicht gewollt ist. Wozu aber Gesetze, wenn gemeinsame Obsorge bei einer gütlichen Trennung ohnedies gewünscht und gelebt werden kann," so die liberale Wien-Chefin abschließend.

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