Ferrero-Waldner sieht Wachstumspotential für die UNO-Organisationen in Wien

Trotz Kritik und großen Herausforderungen Arbeit der UNO zur Lösung globaler Probleme unverzichtbar

Wien (OTS) - "Die Arbeit der UNO-Organisationen in Wien, ist
meiner Meinung nach, ungeheuer wichtig für die Durchsetzung der bei der UNO-Millenniumsgeneralversammlung beschlossenen Prioritäten", so die Außenministerin in ihrer heutigen Ansprache zur Millenniumsfeier im Vienna International Center. Gemäß den UNO-Prioritäten sieht Ferrero-Waldner bei den Wiener UNO-Organisationen ein Wachstumspotential auf dem Gebiet des Kampfes gegen das organisierte Verbrechen, der verstärkten Zusammenarbeit bei Energiefragen im Dienste der nachhaltigen Entwicklung und bei Fragen der Atomenergie.

Kritiker der UNO, so die Außenministerin, verweisen oft auf den Ansehensverlust der UNO, die Budgetknappheit sowie den Bedeutungsverlust der Organisation. Einen Ansehensverlust der UNO kann die Außenministerin jedoch nicht ausmachen, nachdem sich 99 Staatsoberhäupter, drei Kronprinzen und 47 Regierungshäupter bei der Millenniumsgeneralversammlung auf gemeinsame Ziele der UNO für das 21. Jahrhundert geeinigt haben.

Das UN-Budget, das mit 1,25 Milliarden US-Dollar nur etwa der Hälfte des Budgets der Feuerwehr von Tokio oder 4% des Jahresbudgets der Stadt New York entspricht, sieht die Außenministerin als größeres Problem. Ferrero-Waldner hofft jedenfalls, dass Österreich nach der Budgetkonsolidierung seine freiwilligen Beiträge zu den Internationalen Organisationen wieder deutlich erhöhen kann. Bis dahin werde man versuchen neue Finanzierungsquellen durch Partnerschaften mit dem Privatsektor zu finden und die Synergien mit Organisationen wie der OSCE oder der IIASA maximal zu nutzen.

Zur Kritik am Bedeutungsverlust der UNO meinte die Außenministerin, daß "die globalen Probleme der Menschheit ohne der UNO nicht erfolgreich gelöst werden können". Als Vorschläge für eine Verbesserung der Arbeit der UNO nennt Ferrero-Waldner eine integrierte Zusammenarbeit zwischen nationalen und internationalen Institutionen, eine Prüfung,ob in manchen Bereichen Mehrheitsverhandlungen besser als Konsensverhandlungen zum Ziel führen, die aktive Teilnahme von Interessensgruppen und der Schaffung engerer Berührungspunkte zwischen den Internationalen Organisationen und dem "einfachen Steuerzahler".

Der Volltext der Ansprache kann auf der homepage des Außenministeriums in englischer Sprache abgerufen werden:
www.bmaa.gv.at.

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