Leitl zu Kapitalmarkt-Paket: Startschuss für mögliche Kurs-Rally

Präsident der Wirtschaftskammer Österreich sieht insbesondere bei Mitarbeiterbeteiligung Wirtschaftsvorschläge realisiert

Wien(PWK822) Neben den steuerlichen Entlastungsmaßnahmen zur Förderung des Kapitalmarktes in Österreich ist für Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, die geplante Förderung der Mitarbeiterbeteiligung von besonderer Bedeutung. Hier soll der derzeitige Freibetrag von 10.000 auf 20.000 Schilling ab 2001 verdoppelt werden. Auch die Einräumung von Stock-options wird ab diesem Zeitpunkt sowohl steuerlich als auch sozialversicherungsmäßig für Unternehmungen und Arbeitnehmer erleichtert.

Leitl: "Vor allem in der New Economy sind Mitarbeiterbeteiligungsmodelle ein wichtiges Instrument, um Spitzenfachkräfte am Arbeitsmarkt in Österreich zu halten und sie nicht an die Konkurrenz im Ausland zu verlieren. Überdies arbeiten jene Mitarbeiter, die am unternehmerischen Erfolg ihres Betriebes beteiligt sind, mit deutlich mehr Freude und Engagement, was sich letztlich auf den betrieblichen Erfolg ihrer Firma positiv auswirkt. Auf der anderen Seite wird aber auch bei allen anderen Unternehmungen die Bildung von Arbeitnehmerstiftungen als Kernaktionär insofern begünstigt, als Ausschüttungen aus solchen Arbeitnehmerstiftungen an Mitarbeiter im Ausmaß von bis zu 20.000 Schilling jährlich lohnsteuerfrei gestellt werden und lediglich der Kapitalertragssteuer von 25 Prozent unterworfen werden."

Die Wirtschaftskammer Österreich begrüßt aber auch das steuerliche Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Förderung des Kapitalmarktes. Für Präsident Christoph Leitl ist der nun erfolgte entsprechende Beschluss des Ministerrates ein geeigneter "Startschuss, um eine mögliche Kurs-Rally am österreichischen Kapitalmarkt noch rechtzeitig vor den geplanten Privatisierungen und Börsegängen auszulösen, auch wenn dies natürlich auch von anderen Faktoren abhängt. Hier ergibt sich viel positive Phantasie für die Wiener Börse, die schon seit längerem hinter den Erwartungen der Anleger hinterherhinkt."

Besondere Signalwirkung verspricht sich Leitl von der Abschaffung der Börsenumsatzsteuer per 1. Oktober 2000 sowie von der Beibehaltung der Besteuerung von Spekulationsgeschäften in der heutigen Form. Leitl:
"Es ist anerkennenswert, dass die Regierung nun - nach dem von der Bundeskreditsektion herbeigeführten Verfassungsgerichtshof-Erkenntnis vom 15. März 2000 - bei der Spekulationsertragssteuer auf eine Belastung von Aktionären und Banken verzichtet." Es bleibt somit bei der bisherigen Regelung, wonach Spekulationsüberschüsse aus dem An-und Verkauf von Wertpapieren nur dann voll besteuert werden, wenn sie innerhalb Jahresfrist realisiert werden. Auch die Erbschaftssteuerbefreiung bei Aktien wird als notwendige Gleichstellung mit Sparbüchern und festverzinslichen Wertpapieren von Leitl ebenso begrüßt wie diverse Erleichterungen bei Zulassung und Veröffentlichung von Verkaufsprospekten.

Einen "Wermutstropfen" sieht Leitl allerdings in der 5-prozentigen Pauschal-Besteuerung von Investmentfonds. (RH)

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