Povysil: Widerstand der Kulturszene artet in Sozialdarwinismus aus

.: "Mensch-ärgere-Dich-nicht"-Spiele im Bereich der Kulturszene

Wien, 2000-09-26 (fpd) - "Eine gestrige Podiumsdiskussion im Museumsquartier mit dem bezeichnenden Titel "Füttern und beißen - die Politik der Subventionsvergabe´ hat keine konstruktiven Ansätze -außer Eigenlob und Lamentationen über vermeintliche gefährdete Positionen in der Kulturpolitik- gebracht", erklärte heute die Obfrau des Kulturausschusses und freiheitliche Kultursprecherin Abg. Dr. Brigitte Povysil. ****

"Es ist durchaus nicht erstaunlich, daß von offizieller Seite das Kulturamt der Stadt Wien und die Bundesministerien keine Ansprechpartner zu den Diskutanten sandten und die Rolle des "Advocatus diaboli´ durch den Kulturchefredakteur des Standard offen und fair übernommen werden mußte", so Povysil. Peinlich sei der Auftritt eines SPÖ-Landtagspolitikers gewesen, der sich bereits in Wahlkampfstimmung gewähnt und die zuvor kritisierte SPÖ-Kulturpolitik der letzten Jahrzehnte aussichtslos zu verteidigen versucht habe. "Eine insgesamt äußerst skurrile bis absurde Situation", so Povysil. "Viel zu beschäftigt mit Kritik", so Povysil, habe das Podium der "Widerständler´ u.a. mit Oliver Marchart, Brigitte Huck, Andrea Braidt, Angelika Hödl aus den Wortmeldungen des anwesenden Publikums nicht die interessanten Aspekte herauszuhören vermocht.

"Wie bereits mehrmals von mir und meiner Fraktion argumentiert und angeregt, sehe ich bei einer anstehende Reform der Subventionsvergabe - sei sie des Bundes oder der Länder und Gemeinden - folgende Punkten unbedingt zu berücksichtigen:

Klare Definition der Förderungskriterien und Mindestfristen zur Erledigung der Förderungsanträge
Zusammenarbeit und wechselseitige Information der diversen Beiräte Abwägung der Beiratsempfehlungen und begründete Vorgangsweise Transparenz der Förderungsanträge und zeitgerechte Information des Förderungswerbers", erläuterte Povysil.

"Es soll daraus jedoch nicht ein Recht auf Subvention abgeleitet werden. Denn eine Förderung ist eine Hilfe. Um diese Hilfen hinkünftig noch besser gestalten zu können, sind die Betroffenen abermals gerne eingeladen, ihre konstruktiven Verbesserungsvorschläge mir als Vorsitzender des Kulturausschusses zu unterbreiten", schloß Povysil. (Schluß)

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