SP-Ludwig zu gemeinsamer Obsorge: Die Kinder haben nichts davon!

Wien (SPW) "Die von der derzeitigen Bundesregierung geplante Einführung der gemeinsamen Obsorge nach der Scheidung bedeutet, dass Streitigkeiten in Zukunft durch eine Trennung nicht beendet, sondern fortgeführt werden. Und zwar auf dem Rücken der Kinder", kommentierte die Frauensprecherin der SPÖ Wien, LAbg. Martina Ludwig am Dienstag den Ministerratsbeschluss zur gemeinsamen Obsorge. Sie sei entsetzt, mit welcher Unverfrorenheit die blauschwarze Bundesregierung die Bedenken von ExpertInnen einfach vom Tisch wische, so Ludwig gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien. Das Vorgehen der Regierung in dieser Frage beweise, dass es ihr nicht um das Wohl des Kindes, sondern um die Aufrechterhaltung von Machtverhältnissen zwischen Mann und Frau gehe, unterstrich die SPÖ Wien-Frauensprecherin. ****

"Mit diesem Schritt zeigen ÖVP und FPÖ auch, wie für sie unsere Gesellschaft aussehen soll: trautes Familienleben mit dem Mann als Familienoberhaupt. Nachzulesen übrigens auf den Plakaten der ÖVP mit Slogans wie 'Born to be wife'", stellte Ludwig fest. "Wer trotz Scheidung gemeinsam erziehen und entscheiden will, kann das auch jetzt machen, dazu bedarf es keiner Gesetzesänderung, die noch dazu zu Lasten der Kinder geht", so Ludwig, die in diesem Zusammenhang auf eine Unterschriftenaktion der Wiener SPÖ-Frauen gegen die gemeinsame Obsorge hinwies. Die Aktion, an der unter anderem die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Frauenstadträtin Renate Brauner teilnimmt, startet kommenden Donnerstag, dem 28. September 2000, um 10.00 Uhr in der Schottentor-Passage. (Schluss) gd

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