Povysil: Musiktheater: Teures Projekt sichert nicht den Kulturstandort Linz

Budgetsanierung scheint bei Ländern Prioritäten in "Unkultur" zu verwandeln

Wien, 2000-09-26 (fpd) - "Die heutige Pressekonferenz zum Musiktheater Linz im Presseclub Concordia in Wien brachte wieder einmal die wahren Gedanken so manches Landesfürsten, diesmal aus Oberösterreich, zu Tage", meinte heute die Kultursprecherin der Freiheitlichen und Obfrau des Kulturausschusses im Nationalrat Abg. Dr. Brigitte Povysil. ****

"Dies ist ein anhaltender Schock für mich. Alle möchten zur Budgetsanierung beitragen und dann wird weiter ein nicht unumstrittenes Projekt - das Musiktheater in Linz- forciert, obwohl die Entstehungskosten in keiner Relation zu den Erträgen und weiteren Erhaltungsaufwendungen stehen. Beim gerne zitierten Beispiel Brucknerhaus war damals die Situation nicht vergleichbar", so Povysil.

"Das Projekt ist architektonisch interessant, aber es jetzt in dieser Finanzsituation zu forcieren- ohne jegliche schriftliche Zusage etwaiger Bundesmittel- und der noch bestehenden ungelösten Fragen bei Statik und Bautechnik zeigt eine zu hohe Risikobereitschaft und Unkenntnis der wahren Prioritäten", so Povysil weiter.

"Ob Musiktheater in Linz, Guggenheim-Museum in Salzburg oder Museum im Berg in Graz, die Kulturverantwortlichen sollten Prioritäten für die Bürger und nicht Prioritäten für ihre persönlichen Denkmäler setzen. Doch der freie Bürger wird entscheiden, und dies ist gut so", schloß Povysil. (Schluß)

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