Klimabündnis: Partnerschaft Wien - Regenwaldvölker

Delegation brasilianischer Indianervertreter bei Stadtrat Svihalek

Wien, (OTS) Am Dienstag besuchte eine Delegation der Föderation der indigenen Organisationen vom Rio Negro (FOIRN) gemeinsam mit dem Bundeskoordinator des "Klimabündnis Österreich", Mag. Wolfgang Mehl, Wiens Umweltstadtrat Fritz Svihalek. Die FOIRN wurde 1987 zur Vertretung der Interessen der indianischen Gemeinschaften am Oberlauf des Rio Negro in Brasilien gegründet. Die Delegation wurde angeführt von Pedro Garcia, Präsident der FOIRN. 1991 ist die Bundeshauptstadt Wien dem Klimabündnis, einer globalen Partnerschaft zum Schutz des Weltklimas, beigetreten. Stadtrat Svihalek stellte anlässlich dieses Besuches fest: "Die Partnerschaft Wiens mit den Völkern Amazoniens zum Schutz des Weltklimas ist ein Brückenschlag zur Lösung der globalen Probleme des 21. Jahrhunderts, die durch diesen Besuch symbolisiert wird." Zur Rolle von "Klimabündnis" stellte Wolfgang Mehl fest, dass "unsere Organisation sich als Allianz zwischen den völlig unterschiedlichen Partnern indigene Regenwaldvölker und europäische Städte sieht und uns daher die Unterstützung des persönlichen Kontaktes zwischen Menschen aus Europa und Lateinamerika besonders am Herzen liegt."****

Klimaschutz und Treibhauseffekt

Der zunehmende Treibhauseffekt ist die Hauptursache für bereits merkbare Klimaveränderungen. Er wird durch die
Anreicherung von Spurengasen in der Atmosphäre, vor allem CO2, verstärkt. Damit bedeutet der Schutz der Regenwälder auch den Schutz des weltweiten Klimas. Dazu ist vor allem die Unterstützung der dort lebenden Menschen bezüglich der staatlichen Anerkennung ihres Lebensraumes als "Indianerland" und für umweltgerechte Lebensbedingungen notwendig, damit sie nicht in die Großstädte abwandern müssen und den Holzraubbau und ökologisch katastrophale Großprojekte verhindern können.

Freundschaft mit den Indianern Amazoniens

In Österreich haben sich bereits 345 Gemeinden dem Bündnis angeschlossen, auch Wien wie oben erwähnt. Sie verpflichten sich unter anderem, ihre CO2-Emissionen bis zum Jahr 2010 zu halbieren und die indianischen Partner in Brasilien bei der Erhaltung des Regenwaldes zu unterstützen. Denn wer sollte größeres Interesse am Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Regenwälder haben als
jene, die von ihnen leben? Durch das "Klimabündnis" wird die
aktive Klimaschutzpolitik der europäischen Städte und Gemeinden vor Ort in Wien das Klimaschutzprogramm "KliP" - durch die Partnerschaft mit den Regenwaldvölkern verstärkt

Die österreichischen "Klimabündnis"-Gemeinden unterstützen die indianischen Gemeinschaften am Oberlauf des Rio Negro im Nordwesten Brasiliens, an der Grenze zu Kolumbien und Venezuela.
Mit ihrer Hilfe gelang es, das mit elf Millionen Hektar Fläche größte zusammenhängende indianische Gebiet gesetzlich abzusichern, ein Territorium fast anderthalb mal so groß wie Österreich. Dort leben etwa 30.000 Menschen, aufgeteilt in 22 indianische Ethnien
und 700 Dörfern. Die Zusammenarbeit mit "Klimabündnis" war und ist ein ganz wichtiger Faktor zur Verbesserung der Lebenssituation der indigenen Völker. (Schluss) ma

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