Bibelillustrationen des israelischen Malers Abel Pann

Neue Ausstellung im Jüdischen Museum Wien SPERRFRIST 11 UHR!

Wien, (OTS) In den 20er Jahren geradezu hymnisch gefeiert, geriet der israelische Maler Abel Pann nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend in Vergessenheit und ist heute außerhalb Israels nur mehr Insidern und Kunsthistorikern ein Begriff. "Abel Pann zählt
zu jenen Künstlern, die gleichsam die Keimzelle der israelischen Kunst der Gegenwart darstellen", begründete der Direktor des Jüdischen Museums Wien, Dr. Karl Albrecht-Weinberger, bei der Pressekonferenz am Dienstag anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "... und Rachel war schön." im Jüdischen Museum Wien, die Entscheidung, dem Künstler eine eigene Ausstellung in Wien zu widmen.****

Er wurde 1883 als Abba Pfeffermann in Kreslawska in Lettland als Sohn eines Rabbiners geboren. Der Vater zeigte sich den malerischen Ambitionen seines Sohnes offen und ermöglichte ihm, Malunterricht zu nehmen. Seine weitere künstlerische Prägung erhielt er in Paris, wo er ab 1903 bei Adolphe William Bouguereau
in der Acaémie Julian studierte. Erst betätigte er sich als Salonmaler, der sich mit kleinformatigen Ölbildern von "Belle Époque Damen" einen Namen machte. Er arbeitete auch als Karikaturist für die satirischen Magazine "Mon Dimanche" und "Le Rire". 1913 unternahm er seine erste Palästinareise und unterrichtete in der "Bezalel"-Kunsthochschule. Dabei entstanden seine zeichnerischen Studien der "Jerusalemer Typen" und der palästinensischen Landschaft. 1914 kehrte er nach Paris zurück. Nachrichten über Pogrome an russischen Juden animierten ihn zu einem Zyklus über das Leiden der russischen Juden. Dieser Zyklus "Der Tränenkrug" machte ihn in weiten Kreisen bekannt als Künstler mit außergewöhnlicher menschlicher Anteilnahme an Not und Elend des Volkes. Einige Blätter aus diesem Zyklus sind auch in der Ausstellung zu sehen.

1920 ließ er sich endgültig in Jerusalem nieder, wo er mit seinem Hauptwerk - der Illustration der Bibel - begann. In der technisch schwierig zu beherrschenden Pastellmalerei gestaltet er seine Illustrationen der biblischen Geschichten.

In der Ausstellung des Jüdischen Museums Wien werden herausragende Werke aus allen Schaffensperioden Abel Panns gezeigt und geben somit dem österreichischen Publikum die Möglichkeit, sich mit den Anfängen der israelischen Kunst auseinander zusetzen. Ein reich illustrierter Katalog zum Preis von 190 Schilling
ergänzt die Schau. Das Jüdische Museum Wien (1., Dorotheergasse 11) ist Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, an Donnerstagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Kostenlose Führungen in deutscher Sprache:
sonntags um 11 und um 14 Uhr und donnerstags um 18.30 Uhr.
Eintritt 70 Schilling, 40 Schilling ermäßigt. Schulklassen in Begleitung eines Lehrers haben freien Eintritt und eine kostenlose Führung. Sonderführungen (auch in Fremdsprachen) nur nach Voranmeldung, Preis 450 Schilling unter Tel.: 535 04 31-25.
Details findet man auch im Internet unter www.jmw.at/. Zu den
Hohen jüdischen Feiertagen Rosch ha-Schana (Sonntag, 1.10.) und
Jom Kippur (Montag, 9.10.) ist das Museum geschlossen. (Schluss) sta/rr

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