Cerwenka: Studiengebühren - diese Regierung kostet vielen jungen Menschen künftig die Chance auf bessere Ausbildung und bessere Jobs

FP und VP bauen eifrig an einer Zwei-Klassen-Gesellschaft weiter - aus der 'sozialen Treffsicherheit' wurde die 'soziale Betroffenheit'

St. Pölten, (SPI) - Der blauschwarze Regierungsbeschluss über die Einführung von Studiengebühren bedeutet ein jähes Ende des freien Bildungszuganges. Seit Jahrzehnten sind wir auf unser österreichisches Bildungswesen mit gutem Recht stolz. Junge Leute, gleichgültig ihrer Herkunft und der finanziellen Situation ihrer Eltern, haben sich in unserem Land auf eine Chancengleichheit verlassen können. Dies wir nun anders. 10.000 Schilling im Jahr müssen nun an den Finanzminister für einen Unversitätsbesuch bezahlt werden. "Nicht nur die Bildung kostet, diese Bundesregierung kostet vielen jungen Menschen in Zukunft die Chance auf eine bessere Ausbildung und bessere Jobs. Nicht die Intelligenz oder Fleiß werden dann die Kriterien für ein Studium sein, sondern einzig und allein die Dicke der Geldbörse", zeigt sich der Bildungssprecher der SPNÖ, LAbg. Helmut Cerwenka, über die Einführung von Studiengebühren bestürzt.****

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Studenten aus Jux und Tollerei das Studium hinauszögern. Ganz im Gegenteil! Die meisten müssen nebenbei sowieso arbeiten, um das Studium zu finanzieren und werden sich daher beeilen, möglichst bald zu einem Abschluss zu kommen. In einer Studie wurde erhoben, dass ein großer Teil der Studenten mit monatlich zwischen 3.000,- und 6.000,- Schilling auskommen. Mehr als ein Drittel aller Studenten müssen arbeiten, um sich ihr Studium finanzieren zu können. Für viele Familien bedeuten 10.000,- Schilling jährlich ein halbes Netto-Monatseinkommen. Aus der ‚sozialen Treffsicherheit wurde damit die ‚soziale Betroffenheit‘ für viele Familien von Studierenden", so der SP-Politiker weiter.

"Das wollen wir in Österreich sicherlich nicht und deshalb stehen wir Sozialdemokraten für die Fortsetzung des freien Hochschulzuganges. Wir Sozialdemokraten lehnen Studiengebühren mit Vehemenz ab und werden auf allen Ebenen für eine Rücknahme dieser völlig inakzeptablen Maßnahme arbeiten", so der Bildungssprecher der NÖ Sozialdemokraten abschließend.
(Schluss) as/fa

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