Europaweit einzigartiges Projekt der Lebenshilfe BILD

Liechtensteiner Landtag besichtigte Vorarlberger Sozialeinrichtungen

Bregenz (VLK) - Bei einem Treffen von Vorarlberger und Liechtensteiner Landtagsmandataren gestern, Sonntag, sprach Vorarlbergs Landtagspräsident Manfred Dörler die traditionell guten Beziehungen beider Länder an und betonte das freundschaftliche Verhältnis auch auf parlamentarischer
Ebene. Auf dem Programm standen unter anderem Besichtigungen
der Arbeitsinitiative Feldkirch und des Hotels Viktor in Viktorsberg, einer Einrichtung der Lebenshilfe Vorarlberg.
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Die "Arbeitsinitiative Bezirk Feldkirch" wurde laut ihrem
Obmann, LT-Vizepräsident Günther Lampert, speziell für Langzeitarbeitslose eingerichtet. Diese werden etwa in der Waldpflege, einem Fahrrad-Kurierdienst oder auch für diverse Dienstleistungen im Landeskrankenhaus und anderen Dienstleistungebereichen wie der Mikroverfilmung eingesetzt.
Damit wird Langzeitarbeitslosen, die in der Privatwirtschaft
nurmehr schwer vermittelbar sind, nicht nur die Möglichkeit
einer Beschäftigung und damit soziale Sicherheit gegeben,
sondern darüber hinaus auch ein neues Selbstwertgefühl
vermittelt.

Gabriele Nußbaumer, Präsidentin der Vorarlberger
Lebenshilfe, erläuterte anhand einer Führung durch das Hotel Viktor in Viktorsberg das in dieser Grösse in Europa
einzigartige Projekt eines Hotelbetriebes, der in Form einer Kombination von Ausbildung und Behindertenbetreuung geführt
wird. Diese Einrichtung bietet derzeit zwölf Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen die einmalige Chance einer Berufsausbildung in den Bereichen Rezeption, Küche, Service
und anderen Hotelanforderungen. Mit dem Hotel Viktor wurden
zudem von der Vorarlberger Lebenshilfe für Senioren und
leichte Pflegefälle neue Möglichkeiten zur Erholung
geschaffen. Selbstverständlich ist das gesamte Hotel behindertengerecht gebaut, es bietet als drei-Sterne-Betrieb
42 Betten, ein Panoramarestaurant und einen eigenen
Fitnesstrakt.

Gegenstand der Beratungen waren auch Verkehrsfragen, wie
die Südumfahrung Feldkirch. Während die einen für eine
Umfahrung der Innenstadt sind, befürchten andere, dass es
dadurch zur Öffnung einer Transitspange kommt. Ein
Patentrezept sei hier nicht zu erwarten, allerdings stießen
die unterschiedlichen Standpunkte jeweils auf Verständnis.

Ein hervorragendes Zusammenwirken zwischen Liechtenstein
und Vorarlberg wurde im Bereich des Öffentlichen
Personennahverkehs festgehalten. Hier ist es vor allem der Liechtenstein-Takt, der besonders für Grenzgänger eine sehr
gute Verkehrsverbindung darstellt. In diesem Zusammenhang
wies LTP Dörler auch auf den erfreulichen Umstand hin, dass Liechtenstein für viele Vorarlberger qualifizierte
Arbeitsplätze biete.

Bei dem Arbeitstreffen ging es aber auch um Fragen der Zusammenarbeit in der Euregio-Bodensee, in der Liechtenstein gemeinsam mit Vorarlberg und den anderen Bodensee-
Anrainerländern vertreten ist. In den vergangenen Jahren
seien vor allem in den Bereichen Wirtschaft, Bildung und
Umwlelt zahlreiche Initiativen gesetzt worden, so Dörler:
"Die Bodenseeregion hat die Chance, sich im gemeinsamen
Europa stark und eigenständig zu positionieren und bildet mit
den Schweizer Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein eine
starke Phalanx für eine weitere gedeihliche Entwicklung."

Begrüsst wurde von beiden Seiten das Ende der Sanktionen
der EU 14-Staaten gegenüber Österreich. Die Sanktionen wurden sowohl von LTP Dörler als auch von seinem Liechtensteiner
Kollegen, Landtagspräsident Peter Wolff, als stark überzogen
und vor allem schlechtes Signal für kleinere Staaten
verurteilt. Wirtschaftlich, so Dörler, hätten die Sanktionen keinerlei Auswirkungen mit sich gebracht, allerdings hätten
sie emotionale Schäden verursacht.
(hapf/gw/dig,nvl)

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