ÖGB Driemer fordert Stopp der Belastungen

Gewerkschaft Bau-Holz berät über Belastungspaket der Regierung

Brunn/Geb. (GBH/ÖGB): "Die neuerliche massive Belastungswelle gegen die ArbeitnehmerInnen wird von der Gewerkschaft Bau-Holz auf das Schärfste abgelehnt.", erklärte Johann Driemer, der Bundesvorsitzende der GBH und ÖGB-Vizepräsident anlässlich der heute und morgen stattfindenden Sitzungen des Bundespräsidiums und des Bundesvorstandes der Gewerkschaft Bau-Holz.++++

Bei den heute und morgen planmäßig stattfindenden Sitzungen des Bundesvorstandes und des Bundespräsidiums der Gewerkschaft Bau-Holz werden andere wichtige Themen, wie Kollektivvertrags- und Arbeitszeitfragen, von dem jüngsten Belastungspaket der derzeitigen Bundesregierung überschattet. Gerade Bau- und HolzarbeiterInnen werden von den geplanten Maßnahmen der Regierung besonders schwer getroffen. Die Bauarbeiter sind zum einen durch die schwere Arbeit hohen arbeitsbedingten gesundheitlichen Risiken und einer hohen Unfallhäufigkeit ausgesetzt, zum anderen sind gerade in diesen Branchen regelmäßige Phasen der Arbeitslosigkeit - ein Großteil der BauarbeiterInnen ist nach wie vor im Winter arbeitslos - an der Tagesordnung. In beiden Bereichen sieht die derzeitige Bundesregierung massive, sozial ungerechtfertigte, Verschlechterungen vor.

Zur Zeit sind allein 12.400 der Unfallrentenfälle in der Bauwirtschaft zu verzeichnen. Die Tendenz ist steigend, es gibt einen Neuzugang von 1187 Rentenfällen pro Jahr. Eine Besteuerung dieser Ersatzansprüche bedeutet für die Betroffenen eine drastische Kürzung ihrer Entschädigungsansprüche und wird deshalb von der Gewerkschaft Bau-Holz auf das Schärfste abgelehnt. "Es ist ein Hohn für die Betroffenen", so Driemer, "in diesem Zusammenhang von sozialer Treffsicherheit zu sprechen - getroffen werden durch solche Maßnahmen nur die sozial Schwachen."

"Auch von den Verschlechterungen in der Arbeitslosenversicherung werden jährlich rund 26.000 BauarbeiterInnen und mehrere tausend Holz- und KeramikarbeiterInnen betroffen.", erklärt Driemer. Bekanntlich plant die derzeitige Bundesregierung, dass all jene ArbeiterInnen, deren Arbeitsverhältnisse durch Fristenablauf oder einvernehmliche Auflösung endet, das Arbeitslosengeld für 4 Wochen zu streichen.

Driemer abschließend: "Das Bundespräsidium der Gewerkschaft Bau-Holz hat sich heute ausführlichst mit diesen Verschlechterungen auseinandergesetzt und wird dem morgigen Bundesvorstand - dem höchsten Gremium der Gewerkschaft Bau-Holz nach dem Gewerkschaftstag - die weitere Vorgangsweise vorschlagen."(ff)

ÖGB, 25. September 2000 Nr. 776

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