"Kleine Zeitung" Kommentar: "Die Küsserkönige" (von Ernst Heinrich)

Ausgabe vom 25.9.2000

Graz (OTS) - Der als Langweiler berüchtigte Al Gore und der auch nicht vor Esprit sprühende George Bush haben endlich Farbe in den tristen US-Wahlkampf gebracht. Die erste Runde ging klar an Al Gore:
Beim Wahlkonvent der Demokraten küsste er vor aller Augen seine Gattin Tipper. Und das war nicht bloß ein Busserl. Nein, das war ein richtiger Kuss, der - die Nation hat mitgezählt - vier Sekunden lang dauerte. Diese für US-Verhältnisse gerade noch jugendfreie Szene lief unzählige Male über die amerikanischen TV-Schirme.
George Bush schaltete rasch - und schritt zu einem zwar nur zwei Sekunden dauernden, dafür aber noch medienwirksameren Kuss: In der Oprah-Winfrey-Show verpasste er der Starmoderatorin einen so innigen Schmatz, dass er damit auf den Titelseiten aller wichtigen US-Zeitungen landete.
Man stelle sich das hierzulande vor: Schüssel küsst bei "Vera" die Rußwurm ab, Riess-Passer busselt in "Willkommen Österreich" den Jesionek nieder, Gusenbauer wird bei der Stöckl zärtlich und die Karlich erlebt es mit Van der Bellen bärtlich.
Da kann man als TV-Konsument doch nur hoffen, dass das US-Beispiel keine Schule macht. ****

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