GPA-SchülerInnen und -StudentInnen: Gehrer hat keine Konzepte

Nach Aufritt in heutiger Pressestunde - Gehrer-Aussagen sind "zynisch" und entsprechen nicht der Realität

Wien (GPA/ÖGB) Scharfe Kritik am heutigen Auftritt von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (VP) in der ORF-Pressestunde üben die SchülerInnen- und StudentInnenvertreterInnen in der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA).++++

"Gehrer hat, was die angeblichen sozialen Begleitmaßnahmen angeht, überhaupt keine Konzepte", so StudentInnen-Bundesvorsitzender Ernst Ruppert. Gehrer lasse nämlich außer Acht, dass nur knapp 50 Prozent der Studierenden überhaupt Familienbeihilfe beziehen. Insgesamt arbeiten mehr als 60 Prozent der StudentInnenschaft, weil sie entweder keine Familienbeihilfe bekommen oder die Beihilfe allein zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts nicht ausreicht, so die StudentInnengewerkschaft.

Dass Gehrer trotz Studiengebühren von einem "freien Hochschulzugang" spricht, halten die GPA-SchülerInnen und StudentInnen für "zynisch". "Die Ministerin will offenbar nicht verstehen, dass Studiengebühren eine soziale Zugangsbeschränkung darstellen".

Die Studienbeihilfe, auf die Gehrer die soziale Absicherung der Studierenden bauen will, wird bis jetzt nur von 10 Prozent der StudentInnen bezogen, soll sich der Bezieherkreis nach Gehrers Plänen ausweiten, würden 15 Prozent Studienbeihilfe beziehen. "Gerade arbeitende StudentInnen fallen durch die Verdienstgrenzen dann aber um diese Begleitmaßnahme um und werden von den Studiengebühren besonders hart getroffen", kommentiert Ruppert.

Besonders undifferenziert findet Ruppert die Äußerungen der Ministerin, 58 Prozent der StudentInnen hätten "3.800 S monatlich" übrig. "Ich weiß nicht, was Gehrer unter 'übrig haben' versteht. Tatsache ist, dass Lebensunterhalt und Wohnen, die Kosten für teure Bücher und Lehrmittel, die Fahrt von und zur Uni auch irgendwo herkommen müssen", stellt der StudentInnenvertreter klar.

Ebenso "peinlich und unsachlich" sei der Vergleich von Universitäten mit Kinderbetreuungseinrichtungen."Für uns ist daher klar:
Gehrer-Rücktritt statt Bildungsrückschritt!", schließen die GPA-SchülerInnen und StudentInnen.(ff)

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