Bodenseeregion dient als Vorbild für EU-Erweiterung Wirtschaft fordert am Tag der Jungen Wirtschaft in Bregenz den zügigen Integrationsprozess der mittel- und osteuropäischen Länder

Ein klares Bekenntnis zur EU-Erweiterung legte die österreichische Wirtschaft beim Tag der Jungen Wirtschaft (22. bis 24. September) in Bregenz ab. Die Bodenseeregion dient als Beispiel, wie die internationale Vernetzung und eine verstärkte Konkurrenzsituation den Markt belebt und der gesamten Region zugute kommt. "Die positive Entwicklung im 4-Ländereck Bodensee spiegelt eine ähnliche Lage wider, wie sie sich aus der EU-Erweiterung für ganz Europa ergibt", zeigten sich die Referenten beim Workshop "EU-Erweiterung " Vorbild Europaregion Bodensee" einig.

Der Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, Kuno Riedmann, betonte, dass sich die Bodenseeregion durch Kooperationen über die Grenzen zu einer High-Tech-Spitzenregion entwickeln konnte und Vorarlberg einen sehr produktiven, exportstarken und international wettbewerbsfähigen Standort darstellt. Vorarlberg verfügt über eine ausgesprochen hohe Exportquote. Mit 50 Prozent liegt es deutlich über dem Österreichschnitt von knapp über 30 Prozent.

Österreichweit hätten sich die Exporte seit der Ostöffnung vervierfacht, betonte Egon Winkler, stv. Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, und machte damit aufmerksam, dass "die EU-Integration der mittel- und osteuropäischen Ländern in Österreich bereits vorweggenommen ist." Die EU-Erweiterung stelle einen absolut normalen, logischen Abschluss einer Entwicklung dar, die mit dem Fall des Eisernen Vorhanges begonnen hat.

Dies unterstrich auch Richard Schenz, sowohl als Vizepräsident der WKÖ als auch als Generaldirektor der OMV. Die OMV habe die Osterweiterung bereits durchgeführt, indem sie in die östlichen Nachbarländer expandierte. Schenz warnte davor, die EU-Erweiterung zu technokratisch zu betrachten und sprach sich für ein zügiges Vorgehen beim Integrationsprozess der mittel- und osteuropäischen Staaten aus:
"Diese Länder sind Teil Europas, Teil der europäischen Kultur und Wirtschaft und gehören wie der Name schon sagt auch in eine "Europäische" Union." Es werde verstärkt eine Region "Mitteleuropa" geben, die Österreich und diese Staaten mehr verbinden werde als Österreich z.B. mit westeuropäischen Staaten gemeinsam hat, meinte Schenz. Ähnlich wie es derzeit eine Bodenseeregion gibt, werde sich gleichsam um den Neusiedlersee eine gemeinsame Wirtschaftsregion entwickeln.

Der Geschäftsführer der Rheintalflug, Rolf Seewald, wies auf die neuen Geschäftsfelder hin, die sich aus einer größeren EU in Richtung Osten ergeben. "Die Genehmigung von regionalen Flugzielen in Nicht-EU-Ländern ist noch äußerst schwierig zu erreichen. Im osteuropäischen Raum wären noch zahlreiche regionale Strecken zu bedienen, wenn sie erst in der EU sind."

Josef Schlick, Geschäftsführer von Liebherr Aerospace Lindenberg, betonte im Zusammenhang mit der EU-Erweiterung auch die multikulturellen Fähigkeiten als zukünftige Anforderungen an die Mitarbeiter.

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