Hartnäckigkeit der Jungen Wirtschaft zeigt Wirkung BM Bartenstein, Staatssekretär Morak und WKÖ-Präsident Leitl sagen Unterstützung zu 1 Mio Schilling für Road-Show zum Cash-Forum der Jungen Wirtschaft

Bregenz (PWK) - Wichtige Etappenerfolge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Jungunternehmer konnte die Junge Wirtschaft bei ihrer diesjährigen Bundestagung in Bregenz erzielen. Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, Staatsekretär Franz Morak und WKÖ-Präsident Christoph Leitl sagten in zentralen Punkten des Forderungsprogramms der Jungen Wirtschaft (JW) ihre Unterstützung zu. Im Mittelpunkt der Tagung, an der über 1.000 Jungunternehmer aus ganz Österreich teilnahmen, standen die Themen Kammerreform, Entbürokratisierung, neue Finanzierungsinstrumente und die Verankerung der Selbständigkeit im Bildungssystem.

Bereits zu Beginn der Veranstaltung konfrontierten JW-Bundesvorsitzender Stefan Umdasch und JW-Bundesgeschäftsführer Alfons Helmel WKÖ-Präsident Leitl mit den Anliegen der Jungunternehmer zur Kammerreform. Sie verlangten u.a. eine weitere Liberalisierung der Gewerbeordnung, die Streichung der Eintragungsgebühr und die Abschaffung der Mehrfachmitgliedschaften in der Wirtschaftskammer. Auch die Vielzahl der Fachgruppen sei nicht mehr zeitgemäß. Manche Start Up-Firmen der New Economy müssten in 8 oder mehr Fachorganisationen Mitglied sein. Enorme Einsparungspotentiale würden sich auch durch konsequente Auslagerungen von Dienstleistungen und die Einrichtung von Kompetenzzentren ergeben. Leitl versprach, die Anliegen der Jungunternehmer sehr ernst zu nehmen und in die laufende Reformdiskussion einfließen zu lassen. Ziel der Kammerreform sei es in jedem Fall, die Wirtschaftskammern für ihre Mitglieder so attraktiv zu machen, "dass die Pflichtmitgliedschaft zur Lustmitgliedschaft wird." Mit der Kammerreform wolle man aber auch Vorbild für die dringend notwendige Reform der Verwaltung sein. "Wenn die Bundesregierung auch nur annähernd so viel Reformwillen zeigt wie die Wirtschaftskammer, dann sind Einsparungen von 50 Mrd Schilling möglich", so Leitl.

Wirtschaftsminister Martin Bartenstein kündigte an, dass bis 2002 das einheitliche Anlagengenehmigungs-Verfahren nach dem Prinzip des One-stop-Shop (Ein Verfahren, eine Behörde, ein Bescheid) möglich sein wird. Außerdem können Jungunternehmer bereits Ende 2001 ihre Gewerbeanmeldung per Internet abgeben. Kräftigen Applaus ernteten Bartenstein und Leitl für ihre Zusage, jeweils eine halbe Millionen Schilling für eine Road-Show zur Verfügung zu stellen, die das neue Cash-Forum der Jungen Wirtschaft in ganz Österreich bekannt machen soll. Mit dem Cash-Forum, das im Rahmen der Bundestagung erstmals auf der Homepage des Gründer-Service (www.gruenderservice.net) präsentiert wurde, steht ab sofort ein neuer Marktplatz für Jungunternehmer mit Kapitalbedarf und nationalen und internationalen Kapitalgebern zur Verfügung.

Unterstützung erhält die Junge Wirtschaft auch von Staatsekretär Franz Morak, wenn es darum geht, die Idee der Selbständigkeit stärker in die Schulen zu tragen. Morak warnte allerdings davor, Kunstfächer einfach gegen Wirtschaftsfächer auszutauschen, um das mangelhafte Wirtschaftswissen junger Menschen zu verbessern. Gerade Fächer wie Musik und Kunst würden die Kreativität entwickeln und neues und selbständiges Denken erst möglich machen. Das Problem sei jedoch im Unterrichtsministerium bekannt und man werde verstärkt die Kooperation mit der Wirtschaft suchen. WKÖ-Präsident Leitl schlug in diesem Zusammenhang die Einrichtung einer Arbeitsgruppe gemeinsam mit dem Unterrichts- und dem Wirtschaftsministerium vor, die in spätestens drei Monaten erste Ergebnisse liefern soll. Morak erklärte sich spontan bereit, in dieser Arbeitsgruppe mitzuwirken. Konkret soll überlegt werden, wie das Gründungssparen in den Schulen intensiver beworben und die Zahl der Juniorfirmen von derzeit 60 auf 200 erhöht werden kann.

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