WKÖ: Mitterlehner fordert Globalbudgets Staat muss sich moderner Management- und Budgettechniken zur Budgetsanierung bedienen

"Um die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft zu sichern muss der Staat zu modernen Management- und Budgettechniken übergehen", forderte Reinhold Mitterlehner, Generalsekretär-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich, anlässlich der 8.Bundestagung der Jungen Wirtschaft in Bregenz. Das Ziel sich von der bisherigen Schuldenpolitik des Staates zu verabschieden will Mitterlehner durch flexiblere Budgetgestaltung erreichen. Dabei kann er sich den Einsatz von Globalbudgets vorstellen. Der Staat müsse aber auch abschlanken. Outscourcing könne dabei laut Mitterlehner zu Einsparungen von bis zu 15 Prozent führen.

"Wichtigste Aufgabe des Staates bleibt die Anpassung von Einnahmen-und Ausgabenverhalten. Denn in einem Land wie Österreich, dessen Ausgaben schneller wachsen als die Einnahmen, haben wir sonst spätestens in drei Jahren wieder eine Einnahmenerhöhung." Mitterlehner betonte daher die Notwendigkeit bei der Budgetsanierung durch langfristige Maßnahmen zu wirken, um so die Wachstumsgeschwindigkeit der Ausgaben zu bremsen.

Der öffentliche Sektor ist dabei ein wichtiger Ansatzpunkt. "Derzeit liegen die Ausgaben alleine für diesen Bereich bei 23 Prozent des BIP. Das kann wesentlich effizienter funktionieren." Der Wirtschaftskammer Generalsekretär denkt dabei an die Möglichkeit des Outscourcings, also der Erledigung von Aufgaben des öffentlichen Dienstes durch private Unternehmen. "Studien belegen, dass die Privatwirtschaft das Ganze wesentlich billiger als die Beamten machen kann." Mitterlehner sprach in diesem Zusammenhang von Entlastungen in der Höhe von 10 bis 15 Prozent bei den derzeitigen Ausgaben.

Ein moderner Staat bedeutet aber auch den Einsatz moderner Management- und Budgettechniken. "Unsere Budgetpolitik ist viel zu wenig flexibel. Was wir brauchen sind keine kameralistischen Budgets sondern Globalbudgets, die Verschiebungen zwischen den einzelnen Positionen ermöglichen", schloss Mitterlehner.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Presseabteilung
Tel.: (01) 50105-4462
Fax: (01) 50105-263
e-mail: presse@wkoe.wk.or.at
http://www.wko.at/Presse

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/01