FORMAT: Zehn Gerichtsverfahren gegen Immobiliengesellschaft der

Familie Böhmdorfer Die Frau des Justizministers soll über vier Millionen Miete und

Wien (OTS) - Betriebskosten nachzahlen=

Eine im Besitz der Familie von Justizminister Dieter
Böhmdorfer stehende Immobiliengesellschaft hat zehn Gerichtsklagen am Hals. Silvia Böhmdorfer, die Ehefrau des Ministers, soll Miet- sowie Betriebskostenrückstände in der Höhe von über vier Millionen Schilling nachzahlen. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Laut FORMAT sind die Verfahren beim Wiener Bezirksgericht Innere Stadt gegen die Sommerpalais Harrach, Wien-Wieden, Vermietungs Gmbh anhängig, deren Alleinbesitzerin Silvia Böhmorfer ist. Die Immobiliengesellschaft verfügt über einen Generalmietvertrag mit dem Besitzer des Hauses Favoritenstraße 16 in Wien-Wieden, Richard Kohl, wo auch die Rechtsanwaltskanzlei Böhmdorfer Gheneff residiert: Frau Böhmdorfer darf rund 2000 Quadratmeter Büroraum weitervermieten.

Wie FORMAT weiter berichtet, tobt zwischen der Familie Böhmdorfer und dem Hausbesitzer ein seit Jahren währender Rechtsstreit: Frau Böhmdorfer, die sich bei den insgesamt zehn anhängigen Gerichtsverfahren vor seiner Ernennung zum Minister von ihrem Ehemann vertreten ließ, soll über vier Millionen an Mietrückständen und Betriebskosten nachzahlen. FORMAT zitiert die Frau des Hausbesitzers, Helga Kohl, mit den Worten: "Es wurde wiederholt versucht, mich einzuschüchtern. Auch mein Rechtsanwalt wurde unter Druck gesetzt. Herr Böhmdorfer versucht mit allen Mitteln, die Klagen abzuwenden, weil er Haftungen für die Gesellschaft seiner Frau übernommen hat."

Justizminister Dieter Böhmdorfer wollte gegenüber FORMAT "in der Sache selbst keine Stellung nehmen": "Es scheint Schule gemacht zu haben, in laufenden Gerichtsverfahren durch die Medien Einfluß zu nehmen. Ich glaube auch in diesem Punkt an die Unabhängigkeit der richterlichen Entscheidung." Die Vorwürfe der Kläger, er habe Druck ausgeübt, weist Böhmdorfer entschieden zurück: "Die Behauptung, durch Klagsandrohungen eingeschüchtert zu werden, ist derzeit scheinbar modern, entspricht jedoch in keiner Weise den Tatsachen."

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