GRÜNE: BERGBAUERNFORSCHUNG WIRD HOFRATSDIKTATUR UNTERWORFEN Pirklhuber: Fehlplanung des Mega-Forschungszentrums Hirschstetten soll kaschiert werden

Wien (OTS): Durch die Verlegung der Bundesanstalt für Bergbauernfragen in das Bundesamt und Forschungszentrum für Landwirtschaft (BFL) soll die Fehlplanung dieser gigantischen Hochburg kaschiert werden. Damit dieser teure Flop nicht auffällt, sollen nun Bundesanstalten, die in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit den vorwiegend naturwissenschaftlichen Aufgaben des BFL stehen, dorthin verlegt und damit de facto zerschlagen werden, kritisiert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber."Damit wird die Bergbauern-forschung der Hofratsdiktatur unterworden, denn unter den rund 430 Angestellten des BFL regieren 24 Hofräte. Man kann sich ausrechnen, wie innerhalb kürzester Zeit ein kritisches, eigenständiges Forschungsinsititut in dieser hierarchischen Struktur untergehen wird", so
Abg. Pirklhuber.

Im Gegensatz zur gigantischen Dimension des BFL ist die Bundesanstalt für Bergbauernfragen eine kleine, effiziente sozialwissenschaftliche Forschungseinrichtung mit nur 13 Angestellten. Durch die geplante Zusammenlegung mit einer anderen Bundessanstalt und der Eingliederung ins Forschungszentrum Hirschstetten entstehen daher keinerlei Einsparungsmöglichkeiten. Angeblich sind die Mietkosten für die Unterbringung der BA für Bergbauernfragen t doppelt so hoch wie am derzeitigen angemieteten Standort. Wenn die Räumlichkeiten in Hirschstetten bisher leer gestanden sind, ist dies ein Fall für den Rechnungshof und Anlaß für eine effizientere Nutzung, beispielsweise eine entsprechende Vermietung als Labor, erläutert Pirklhuber.

Mit der beabsichtigten Verlegung ist auch zu befürchten, dass damit die Sozialökonomie zum Anhängsel der Naturwissenschaften gemacht und zum Nachrechnen von naturwissenschaftlichen Versuchen mißbraucht wird. Die bisher wertfreie, eigenständige Arbeit des Institutes kann unter diesen Rahmenbedingungen sicher nicht fortgesetzt werden. Denn die gentechnikkritische Bundesanstalt für Bergbauernfragen fällt damit unter die Weisungsbefugnis jener Leute, die der Gentechnik in der österreichischen Landwirtschaft Tür und Tor öffnen wollen. "Damit werden jene, die ihr Wissen für ein gentechnikfreies Österreich eingesetzt haben, genau dorthin verlegt, wo die Genpflanzenfreisetzungen geplant werden", kritisiert Pirklhuber abschließend.

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