Junge Wirtschaft startet heute größten Unternehmerkongress

JW präsentiert Forderungskatalog an Bundesregierung und WK - Gutes Gelingen der Kammerreform vitales Interesse der Jungen

Wien (PWK801) - Bei der heute Abend in Bregenz beginnenden 8. Bundestagung der Jungen Wirtschaft, dem größten Unternehmerkongress Österreichs, wird die Junge Wirtschaft die Gründer- und Jungunternehmerpolitik der neuen Bundesregierung auf den Prüfstand stellen. Im Vordergrund der JW-Forderungen an die morgen bei der Bundestagung anwesenden Bundesminister Elisabeth Gehrer, Martin Bartenstein und Karlheinz Grasser stehen die Themen Kammerreform, Verwaltungsreform, neue Finanzierungsinstrumente und die Verankerung der Selbständigkeit im Bildungssystem.

Von der Kammerreform erwarten sich die Jungunternehmer sehr viel. "Das Mindeste ist eine weitere Liberalisierung der Gewerbeordnung, die Streichung der Eintragungsgebühr und die Abschaffung der Mehrfachmitgliedschaften. Die Finanzierung muss einfacher und transparenter werden. Ein Basisbeitrag soll in ganz Österreich gelten", so JW-Bundesvorsitzender Umdasch und JW-Bundesgeschäftsführer Helmel. Auch die Vielzahl an Fachgruppen ist nicht mehr zeitgemäß. "Da muss deutlich reduziert werden. Vor allem Start Up's der New Economy haben in der jetzigen Struktur keinen Platz". Weiters erwarten sich die Jungunternehmer eine klare Aufgabentrennung zwischen Bezirksstellen, Landeskammern und Wirtschaftskammer Österreich sowie zwischen Aufgaben, Service und Interessenvertretung. "Da gibt es enorme Reibungsverluste die viel Geld kosten."

Das von WKÖ-Präsident Leitl angestrebte Ziel, das Budget der Wirtschaftskammern um 2 Mrd zu kürzen und die Mitgliedsbeiträge um 30% zu senken, halten die Vertreter der Jungunternehmer für "einen ersten notwendigen Schritt, weitere müssen folgen". Diese Einsparungen müssen jedoch auf allen Ebenen der Wirtschaftskammerorganisation stattfinden. "Wer zuerst laut nach Reformen schreit und in der eigenen Struktur alles beim Alten lassen will, wirkt wie jemand, der auf der Titanic Liegestühle in Reih und Glied aufstellt", so Umdasch. Wenn die Reform von den künftigen Kammermitgliedern akzeptiert werden soll, dann müssen alle an einem Strang ziehen. Zusätzliche Einsparungspotentiale können sich durch konsequente Ausgliederung von Leistungen und der Einrichtung von Profit-Center ergeben. "Dienstleistungen wie Personalverrechnung oder EDV können unsere Mitglieder sicher billiger erbringen".

Eine weitere Forderung der Jungen Wirtschaft ist die bundesweite Einrichtung von Kompetenzzentren. Hinsichtlich der Abschaffung des "Faktor 10" in der Kammerorganisation sprechen sich Umdasch und Helmel für eine couragierte Reform aus. "Die derzeitige Wirtschaftskammerorganisation spiegelt Struktur und Aufbau des Beamten- und Bürokratiestaates Österreich wider. Wir erwarten, dass die Wirtschaftskammer in diesem Punkt rasch handelt und konsequent rationalisiert. Die Verwaltung muss rasch nachziehen und es muss bundesweit endlich eine einheitliche Gesetzgebung für die Wirtschaft geben - statt neun unterschiedlicher gesetzlicher Bestimmungen, die auf Seiten des Staates und der Kammer bloß mehr Bürokratie erzeugen als notwendig."

"Die konsequente Verankerung des one-stop-shop-Prinzips in einer radikal abgeschlankten Verwaltung, die Einführung steuerbegünstiger Jungunternehmerfonds zum Schließen der großen Finanzierungslücke für kleine und mittlere Unternehmen und eine Imageoffensive der Bundesregierung für die Selbständigkeit sind für die Zukunft des Gründer- und Jungunternehmerstandorts Österreich erfolgsentscheidend", argumentieren JW-Bundesvorsitzender Stefan Umdasch und JW-Bundesgeschäftsführer Alfons Helmel ihre Forderungen. Die JW-Spitzen fordern zudem ein treffsicheres, "new economy-taugliches" Wirtschaftsförderungssystem. Die Junge Wirtschaft selbst wird bei der Bundestagung ihr neues "Cash-Forum" vorstellen, einen innovativen Internet-Marktplatz für Beteiligungsgesellschaften, Banken und Jungunternehmer. (MH)

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