Povysil: Bundesmuseen helfen, Identität Österreichs in einem Europa der Zukunft zu erhalten

Durch teilweise noch zu erlangende Vollrechtsfähigkeit vor große Herausforderungen gestellt

Wien, 2000-09-22 (fpd) - "Machstreitigkeiten unter dem Deckmantel der Moral zwischen den großen und kleinen Staaten Europas waren die Thematik der letzten Monate. Die wichtigste Aufgabe für Österreich im Europa der Zukunft ist es, seine Identität zu bewahren. Diese ist durch sein einmaliges kulturelles Erbe bereits optimal definiert und unverwechselbar. Österreich wird in der Welt nach wie vor in erster Linie mit Kultur assoziiert. Der Kulturbericht 1998 trägt dieses Bild auch mit, ein Buch, welches man auch käuflich um 80,- S erwerben kann. Es sind bereits mehrere tausend Stück verkauft worden. Dies spricht für diesen Bericht einerseits und für das den Bürgern so oft abgesprochene Kulturverständnis andererseits", erklärte heute die Obfrau des Kulturausschusses und freiheitliche Kultursprecherin Abgeordnete Dr. Brigitte Povysil. ****

"Innerstädtische Museumsbezirke sind im Entstehen und sind vom kulturell interessierten Bürger nur zu begrüßen. Diverse Zusammenlegungen allerdings sind sicherlich vor der Finalisierung noch zu diskutieren", so Povysil weiter.

"Nun ist natürlich die gesetzliche Deckelung des Budgets der Museen auch für diese eine große Herausforderung. ‚Mehr privat, weniger Staat´ heißt aber auch, alte museale Prinzipien über Bord zu werfen. An die Herren Direktoren sei der Appell gerichtet, sich auch im Kartenverkauf unbedingt zusammenzuschließen und nicht wie am Beispiel Museumsquartier einen unbegründeten "Kassenkampf´ zu starten. Ähnlich dem Theaterbereich sehe ich hier Möglichkeiten eines Vor- und Abendkassapreises bzw. eines Kombikartensystems: Geht man nur ins Kunsthistorische, zahlt man mehr, sieht man sich auch andere Museen an, zahlt man weniger", führte Povysil aus.

"Doch auch die Forschung in den Museen bedarf eines neuen Stils. Forschung im musealen Bereich sollte hinkünftig den Charakter der "Liebhaberei´ verlieren, um weitere Geldquellen erschließen zu können. Viele Ansätze sind im Museums-Entwicklungsplan enthalten, an ihren konkreten Realisierung muß aber nun von allen Seiten gearbeitet werden. Hier sind auch wir Parlamentarier und letztendlich auch die Besucher der Häuser gefordert, um konstruktiv mitzuarbeiten und mitzugestalten", so die freiheitliche Kultursprecherin.

"Denn Museen sind nicht nur Spiegel unserer vergangenen Kultur, sondern auch Spiegel unserer Zukunft, sie helfen die Identität Österreichs in einem Europa der Zukunft zu erhalten. Um Museen zu führen und zu erhalten bedarf es neuer Wege. Sei es nun durch eine entsprechende zusätzliche Steuergesetzgebung, welche letztendlich auch eine Entlastung des Bundeshaushaltes zum Ziel haben soll", so die Obfrau des Kulturausschusses.

"Die Bürgerinnen und Bürger des Landes sollen am kulturellen Erbe teilhaben: als Konsumenten und als Beteiligte. Dies ist ein Teil der freiheitlichen Grundgedanken: Die Mitbestimmung des Bürgers in allen politischen wie kulturellen Fragen - Zeichen der gelebten Demokratie", schloß Povysil. (Schluß)

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