"Neues Volksblatt" Kommentar: "Zu viel" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 22. September 2000

LINZ (OTS) - Der Kärntner Landeshauptmann machte von sich reden:
Um dem Landesfeiertag am 10. Oktober (80. Wiederkehr der Kärntner Volksabstimmung) einen pompösen Rahmen zu geben, hat Jörg Haider die Kärntner Wirtschaftskammer unter Druck gesetzt. Sollten Kärntens Betriebe ihren Arbeitnehmern nicht freigeben, so würde das Land Kärnten Subventionen für die Kammer streichen und all jenen, die sich Urlaub nehmen, um an Festveranstaltungen teilzunehmen, 400 Schilling aus der Landeskasse auszahlen. Ein Kompromiss bewahrte Haider vor dem Griff in die Landeskasse: Die Kammer richtete einen Appell an die Kärntner Betriebe, ihren Mitarbeitern am 10. Oktober einen bezahlten Urlaub zu gewähren. Jörg Haider macht von sich reden: Sollten die in Kärnten untergebrachten 48 Kosovo-Flüchtlinge nicht in die Bundesbetreuung übernommen werden, würde er sie ins Bundeslager Traiskirchen überstellen lassen. Das Land Kärnten könne und wolle sämtliche Kosten für die 48 Flüchtlingenicht länger tragen. Abgesehen von bestehenden Vereinbarungen: Wem als Landeshauptmann die Betreuung von 48 Flüchtlingen finanziell zu viel wird, der sollte schleunigst die millionen schweren Feiern zum 10. Oktober absagen. Oder sich schämen.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
volksblatt@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

Neues Volksblatt

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PVL/OTS