Regierung macht Bildungspolitik zur Budgetpolitik!

LIF-Brünner: Studiengebühren in dieser Form sind strikt abzulehnen, solange Universitäten nicht ebenfalls reformiert worden sind

Graz (OTS) - Abgesehen davon, daß Bundeskanzler Schüssel und Wissenschaftsministerin Gehrer die Bevölkerung in der Frage der Studiengebühren wieder einmal glatt angelogen haben und damit das Vertrauen in die Politik weiter untergraben, sind die geplanten Studiengebühren für LIF-Chef Christian Brünner striktest abzulehnen:

Brünner: "Das ist eine reine Schröpfaktion auf dem Rücken der Studierenden. Hier wird die Bildungspolitik zur Budgetpolitik gemacht. Außerdem sind Studiengebühren ein untaugliches Mittel, um Zugang und Studium zu steuern. Aber wenn das Ziel eines Budget-Nulldefizites alles überlagert, darf man sich nicht wundern, wenn sogar das wichtigste gesellschaftliche Zukunftspotential, nämlich gut ausgebildetet junge Menschen, in ihrer Ausbildung weiter behindert werden."

Darüber hinaus fließen lt. Brünner Studiengebühren in anderen Ländern nicht in den allgemeinen Steuertopf, sondern verblieben an der jeweiligen Universität. Dies habe den Effekt, daß sich Studierende wie Konsumenten verhielten, die für ihr Geld das beste Angebot haben wollen.

Über Studiengebühren könne man reden, so Brünner, selbst Universitätsprofessor. Aber bevor man dies tue, müssten die Rahmenbedingungen für das Studium deutlich verbessert werden:
"Tatsächliche Chancen für Studierende, in der gesetzlich vorgeschriebenen Zeit fertig zu werden, verstärkte Hochschulautonomie, bessere Ausstattung: dies sind Mindestanfordernisse, um über Studiengebühren überhaupt nur zu diskutieren!"

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