Prinzhorn: Studiengebühren: Notwendig zur Effizienzsteigerung an den Universitäten

Es geht um langfristige Verbesserung der Studienbedingungen

Wien, 2000-09-20 (fpd) - Der freiheitliche Wirtschafts- und Industriesprecher DI Thomas Prinzhorn sieht in der Einführung von Studiengebühren eine Maßnahme für eine langfristige Verbesserung der derzeit bestehenden Studiensituation und einen notwendigen Beitrag zur Effizienzsteigerung an den österreichischen Universitäten. Es gehe darum, die Einnahmen durch die Studiengebühren langfristig zur Verbesserung der Leistung an den österreichischen Universitäten sowohl im Bereich der Forschung als auch in der Lehre einzusetzen. ****

"Gerade die Forschung ist ein Bereich, der jahrzehntelang unter sozialistischer Vorherrschaft eindeutig zu kurz gekommen ist. Wissenschaft und Forschung gehören aber neben dem Lehren zu den Aufgaben der Universitäten", so Prinzhorn.

"Die durch die Einführung von Studiengebühren erlangten Mehreinnahmen dürfen natürlich nicht dazu führen, daß der Staat seine Investitionen im Bereich der Bildung in gleichem Ausmaß zurücknimmt. Das wäre mit Sicherheit der falsche Weg. Die von vielen Seiten, gerade von der Rektorenseite und Univertreterseite kritisierten Mängel, wie etwa das Vorhandensein von zu wenig Geld für die Forschung, mangelnde freie Plätze oder aber zu wenig Zeit der Professoren für die einzelnen Studenten, können durch mehr finanzielle Mittel beseitigt werden. Die Einführung von Studiengebühren bedeutet somit nicht eine Verschlechterung der derzeit bestehenden Studienbedingungen, sondern eindeutig eine Verbesserung", so Prinzhorn.

"Der Vorwurf der Österreichischen Rektorenkonferenz, daß die geplante Einführung der Studiengebühren nach budgetpolitischen und nicht nach bildungspolitischen Gesichtspunkten erfolge, ist zurückzuweisen. Das Gegenteil ist der Fall: Durch die Mehreinnahmen sollen die Mittel frei werden, die der Bund derzeit aufbringt, um einen Lehrbetrieb an den Unis überhaupt zu ermöglichen, und zwar eben für weitere, dringend notwendige und gerade von den Rektoren doch so dringend geforderte Einrichtungen", so der freiheitliche Wirtschaftssprecher.

"Erst gestern hat der Rektor der Technischen Universität Wien, Univ.-Prof. Dr. Peter Skalicky, enorme Mängel im Studienwesen kritisiert. Er beklagte den Rückschritt der österreichischen Universitäten bei den Post-Graduate-Studien. Unsere Unis seien einfach nicht darauf vorbereitet, daß es auch nach dem eigentlichen Studium noch lange nicht mit dem Lernen vorbei sei. Durch die starke Konkurrenz von privaten Ausbildungsunternehmen sei hier etwa bei Lehrgängen ein enormer Druck für die öffentlichen Universitäten gegeben."

"Dem kann ich mich nur anschließen. Wir müssen die Unis leistungsfähiger machen. Unsere Jugend braucht eine gute Ausbildung. Wir dürfen uns vor den Entwicklungen, die sich auf dem Ausbildungssektor im internationalen und europäischen Vergleich zeigen, nicht verschließen. Die Konkurrenz wird immer größer. Dasselbe gilt auch für die Notwendigkeit der Einführung eines Unterrichtsfaches Wirtschaft. Hier führt kein Weg vorbei", schloß Prinzhorn. (Schluß)

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