Arme bezahlen für Treffsicherheit

Je geringer Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe, desto größer die Kürzung. Gegenteil von Existenzsicherung und Armutsbekämpfung. Politischer Wille zur Armutsbekämpfung fehlt

Wien (OTS) - Eine Frau mit 3 Kindern, in prekären Arbeitsverhältnissen mit Nettolohn 5000.-ÖS. bekommt Arbeitslosengeld in der Höhe von 2840.-ÖS

Familienzuschlag
bisher pro Kind 600 S: 1800.-ÖS jetzt: 400/Kind: 1200.- insg.: 4640.- insg.: 4040.-

Nun darf sie aber nur mehr 75% des Erwerbseinkommens beziehen: das sind 3750.- Das ist eine Kürzung um 1000 S.

Bei einer Frau mit 8000 S Teilzeitbeschäftigung und drei Kindern. Kürzung um 600 Schilling.

"Je weniger die Arbeitslose bzw. die Notstandshilfe ausmacht, desto stärker ist die Kürzung", analysiert der Sozialexperte Martin Schenk die Effekte der Streichungen in der Arbeitslosenversicherung. Das ist das Gegenteil von Existenzsicherung und Armutsbekämpfung. Gerade Frauen mit 2 oder 3 Kindern in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen nehmen in unseren Beratungsstellen als Hilfesuchende massiv zu.

"Die Vorschläge im Expertenbericht zu bundeseinheitliche Sozialhilfe, Mindestarbeitslosengeld und Maßnahmen für die am stärksten von Armut bedrohten Gruppen werden nicht aufgegriffen. Wenn der politische Wille da ist, kann Armut massiv reduziert werden", so Schenk.

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