10 Jahre Pensionskassen in Österreich

Idee der Pensionskassen setzt sich immer stärker durch -Wunschliste des Fachverbandes

Wien (PWK791) - "10 Jahre Pensionskassen in Österreich - eine Idee setzt sich durch!" Unter diesem Motto feierte der Fachverband der Pensionskassen Österreich am Dienstag Abend in der Wiener Börse sein Jubiläum.

Fachverbandsvorsteher Dietmar Neyer, Sektionschef Mag. Thomas Wieser in Vertretung von Finanzminister Karl-Heinz Grasser, OMV-Generaldirektor Richard Schenz sowie Richard Leutner, leitender ÖGB-Sekretär und Kees van Rees, Vorsitzender des europäischen Dachver-bandes EFRP, waren die Festredner der Veranstaltung, der über 300 prominente Festgäste aus Politik und Wirtschaft beiwohnten.

In seiner Eröffnungsansprache hob Fachverbandsvorsteher Dietmar Neyer hervor, dass die Pensionskassen eindeutig ein Ergebnis der Zusammenarbeit der Sozialpartner sind. Neyer: Schon in den 80er Jahren habe man begonnen, sich für diese Idee einzusetzen, allerdings war der Weg zur Realisierung nicht einfach. Erst mit der Steuerreform 1988 und dem Rechnungslegungsgesetz 1990 sowie dem BPG und dem PKG wurde eine moderne, gesetzliche Basis für die betriebliche Altersvorsorge geschaffen, die weitgehend im Einklang mit der in Vorbereitung befindlichen Richtlinie der EU steht und um die Österreich, so Neyer, von anderen beneidet wird.

"10 Jahre nach dem Startschuss ist die Bilanz eindeutig positiv: die Pensionskassen zählen rund 250.000 Anwartschafts- und Leistungsberechtigte sowie 6.000 Verträge mit Unternehmen bzw. anderen Arbeitgebern und verfügen über ein zu verwaltendes Vermögen, das die 100 Mrd.-Schilling-Marke überschritten hat", sagte der Fachverbandsvorsteher.

Trotz des großen Erfolges gebe es in Österreich noch immensen Nachholbedarf: lediglich 11 Prozent der in der Privatwirtschaft Beschäftigten hätten in Österreich eine betriebliche Pensionsvorsorge, verglichen mit 45 bis 65 Prozent in Deutschland, Großbritannien und Skandinavien.

Der Trend in Richtung Pensionskassen werde sich unvermindert fortsetzen: dazu tragen Änderungen in der Arbeitswelt wie längere Ausbildungszeiten, Wechsel in den Beschäftigungsverhältnissen, Voll/Teilzeit, Karenzierungen, Wechsel zwischen privaten/öffentlichen Arbeitgebern und der Bedarf an zusätzlichen Geldern im Alter bei.

Auch das Regierungsübereinkommen sieht den weiteren Ausbau des 3-Säulen-Modells und die wahlweise Umwandlung der Abfertigung in eine Altersvorsorge vor. Diese Ideen werden von vielen Vertretern der Sozialpartner - quer durch alle Lager - geteilt.

Langfristig sei anzustreben, so Neyer, dass ca. 70 Prozent der Alterseinkommen aus der gesetzlichen Pension und ca. 30 Prozent aus ergänzenden Systemen kommen. Allerdings betonte er, dass sich "die Pensionskassen immer als eine Ergänzung zur ASVG-Pension verstanden haben und verstehen werden, aber nicht als Ersatz".

Die Wunschliste, die der Fachverbandsvorsteher in Richtung Sozialpartner und Politiker adressierte:
- Eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit der Sozialpartner beim Thema "Betriebliche Vorsorge"
- Pensionskassenlösungen sollten zunehmend Gegenstand von Kollektivverträgen werden
- Die aufgeschobene Besteuerung sollte auch für die Arbeitnehmerbeiträge und die Beiträge der Unternehmer für sich selbst verwirklicht werden, vor allem für Klein- und Kleinstbetriebe.
- Die "Abfertigung Neu" sollte zum Teil gleich als zusätzliche Altersvorsorge konzipiert werden.

Abschließend deponiert Neyer den Wunsch, dass die "Abfertigung Neu" zum Teil gleich als zusätzliche Altersvorsorge konzipiert werde. Er sei überzeugt, dass sich die Bevölkerung dieser Notwendigkeit bewusst ist. (hp)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

FV der Pensionskassen
Dr. Fritz Janda
Tel.: (01) 50105-4108

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK