AK-Protest: Studiengebühren kosten Kärntner Familien 133 Millionen "Bildung nur für Reiche kommt nicht in Frage!"

Klagenfurt (OTS) - Kärntner Arbeitnehmerfamilien mit studierenden Kindern werden durch die Einführung der Studiengebühren pro Jahr mit insgesamt fast 133 Millionen Schilling belastet. Das errechnete die Arbeiterkammer. Rund 16.600 Kärntnerinnen und Kärntner absolvieren derzeit eine Ausbildung an einer Universität. Von diesen Studierenden stammen 13.280 aus Arbeitnehmer-Haushalten.

"5000 Schilling pro Kind und Semester, das ist eine schwere Belastung für Studierende und ihre Eltern und ein unglaublicher Rückschritt in der offenen Bildungspolitik dieses Landes," protestiert AK-Präsident Josef Quantschnig. Mit der Einführung der Studiengebühren werde im neuen Jahrtausend der freie Zugang zu den Universitäten in Österreich abgeschafft und ein Modell wiederbelebt, das zuletzt in den sechziger Jahren die Weiterbildung und Berufschancen der Jugend vom Einkommen der Eltern abhängig gemacht hat, kritisiert die Arbeiterkammer. "Bildung nur für Reiche, das kommt nicht in Frage", betont AK-Präsident Josef Quantschnig und verlangt Maßnahmen, die jedem Kind unabhängig vom Einkommen der Eltern ein Hochschulstudium ermöglichen.

Fast 50 Prozent der Studierenden an Universitäten und über 70 Prozent der Besucher von Fachhochschulen in Österreich kommen aus Familien, wo Eltern über ein monatliches Einkommen zwischen 10.000 und 30.000 Schilling verfügen. 36 Prozent aller Studierenden stammen aus Arbeiter-, 24,8 Prozent aus Angestelltenfamilien. "Das heißt, dass der freie Zugang zu den Universitäten vor allem den Arbeitnehmern gleichberechtigte Bildungschancen eröffnet hat", betont Quantschnig. Die Einführung der Studiengebühren würde für eine große Zahl der Studierenden wieder ein Zugangsverbot für Hoch- und Fachhochschulen bedeuten. Was das für das Ausbildungsniveau und in der Folge für den Wirtschaftsstandort Österreich bedeutet, ist noch gar nicht absehbar", betont AK-Präsident Josef Quantschnig.

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