ARBÖ: Regierung soll umgehend das Kilometergeld erhöhen

Wien (ARBÖ) - Täglich werden die vier Millionen Kraftfahrer zusätzlich an den Zapfsäulen kräftig zur Kasse gebeten. Der Weg zur Arbeitsstätte verteuert sich nochmals um einige tausend Schilling pro Jahr. Der ARBÖ fordert daher eine umgehende Entlastung der Berufskraftfahrer wie Handelsvertreter, indem das amtliche Kilometergeld um durchschnittlich zehn Prozent angehoben wird.

Die heutige Veröffentlichung des Index für den privaten Pkw-Verkehr unterstreicht einmal mehr die ARBÖ-Forderung. Der Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr lag im August auf dem Wert von 109,0 (Basis 1996=100). Die 1.000- Schilling-Mautvignette für Pkw, eine weitere "Anpassung" der Bundesregierung, wirkt sich mit Jahresbeginn 2001 aus. ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar sieht daher einen raschen Handlungsbedarf: "Die Bundesregierung
kann der Belastung der Kraftfahrer mit der raschen Erhöhung des amtlichen Kilometergeldes gegensteuern. Die Vorschläge liegen längstens auf dem Tisch der Vizekanzlerin."

Handeln im Interesse der Autofahrer und der Wirtschaft im allgemeinen ist erforderlich. In diesem Sinne wurde auch Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein informiert.

Die Angaben der Statistik Österreich bestätigen, die seit Monaten ausgesprochenen Befürchtungen des ARBÖ: Hohe Treibstoffpreise und die 51,4 prozentige Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer belasten die Brieftasche der Autofahrer und sind wirtschaftspolitisch von Nachteil. Sie
bewirken eine höhere Inflation, ein Sinken der Kaufkraft und der Nachfrage nach dem Individualverkehrsmittel Auto, und damit eine geringere Steuerleistung insgesamt.

"Es besteht Handlungsbedarf, denn die Menschen suchen ihre Arbeitsstätten auf, um ihre Existenzgrundlage zu sichern. Aus Jux und Tollerei fährt niemand. Immerhin sind 50 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Österreich Pendler, ein großer Teil davon ist auf die Benützung von Individualfahrzeugen wegen mangelhafter öffentlicher Verkehrsmittel angewiesen. Neben der Erhöhung der Pendlerpauschale muss jetzt auch das Kilometergeld erhöht werden," betont abschliessend ARBÖ-Generalsekretär Dr. Hellar.

Nach Berechnungen des ARBÖ müsste das Kilometergeld um durchschnittlich 10 Prozent erhöht werden. Die neuen Kilometergeld-Sätze sollten lauten:

Neu derzeit Personenwagen 5,30 ATS 4,90 ATS
Motorräder > 250 ccm 3,05 ATS 2,76 ATS
Motorräder < 250 ccm 1,70 ATS 1,56 ATS
Beifahrer 0,65 ATS 0,59 ATS

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