Gewerbeverein: 40.000.- für einen Magistertitel - ein Diskontpreis!

Wien (OTS) - Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) begrüßt ausdrücklich die zögerlichen Ansätze der Bundesregierung, marktwirtschaftliche Grundsätze im Bereich der höheren Bildung anzuwenden. 40.000.- für einen Magistertitel kann sich in diesem Land jeder leisten, der bei seinem Ausgabenbudget entsprechende Prioritäten setzt. Allerdings ist mit dem Beginn der marktwirtschaftlichen Phase an den Unis die heimische Bildungspolitik gefordert, ein entsprechendes Tauschäquivalent zu bieten.

- Österreichs Universitäten landeten in internationalen Rankings bisher durchwegs in den hinteren Rängen. Qualität und Zertifizierung sind angesagt - Professoren werden sich einer permanenten Qualitätskontrolle zu stellen haben.

- Das Bildungsangebot muss erweitert werden. Es kann nicht sein, dass etwa - wie an der WU - Veranstaltungen zu Semesterbeginn eine Stunde nach Möglichkeit des Einloggens bereits ausgebucht sind.

  • Dafür sind Studienzweige, die sinnloserweise überlaufen sind -etwa die 200 Erstinskribienten zum Thema Schamanismus an der Uni Wien
  • radikal einzuschränken.

- Die didaktischen Fähigkeiten des Lehrpersonals sind drastisch zu verbessern. Jene nette alte Dame, die im teuer revitalisierten Universitätscampus (inkl. Grundstückspreis etwa drei Milliarden Schilling) in ihrer Zentralasien-Vorlesung die Mongolei noch auf einer Tafel mit Kreide einzeichnet, gehört ins 19. Jahrhundert, jener Professor, der Sinologie durch zwanzig Jahre alte Lehrbücher zu vermitteln versucht, rasch in den Ruhestand versetzt.

Die Universitäten werden sich ab Einführung der Studiengebühren daran gewöhnen müssen, dass Leistung, die Geld kostet, dieses auch wert sein muss. In vielen Bereichen war dies bisher nicht der Fall. Immerhin haben Lehrkörper und Universitätsverwaltungen nunmehr ein Jahr Zeit, Marktwirtschaft zu lernen. Das gilt auch für die Wirtschaftsuniversität.

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