Verzetnitsch: Kerninflation-Diskussion ist durchsichtiges Manöver

Jetzt muss die Inlandsnachfrage gestärkt werden

Wien (ÖGB). "Der momentane Wirtschaftsaufschwung ist vor allem exportgetragen. Nur durch eine Stärkung der Inlandsnachfrage kann daraus ein nachhaltiger Aufschwung werden. Daher wäre ein Splitten der Inflationsrate in Kerninflation und Gesamtinflation bei den laufenden Lohnverhandlungen verhängnisvoll", erklärte heute, Dienstag, ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch beim Vorstand der Gewerkschaft der Chemiearbeiter.++++

Verzetnitsch: "Dass der Begriff Kerninflation plötzlich bei den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen ins Spiel gebracht wurde, ist ein durchsichtiges Manöver. Die Wirtschaft soll angesichts der enormen Belastungen durch die derzeitige Regierung nicht auch noch zusätzlich den Wirtschaftsaufschwung bremsen."

Die Gewerkschaften, so der ÖGB-Präsident, haben immer eine verantwortungsbewußte Lohnpolitik verfolgt, in der Produktivitätsentwicklung, Inflation und Beschäftigungsentwicklung berücksichtigt wurden. Verzetnitsch: "Diese Politik werden wir auch in Zukunft fortsetzen."(ff)

ÖGB, 19. September 2000 Nr. 756

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