Actos (Pioglitazon-hcl) erweist sich beim Typ-2-Diabetes als wirksame Kombinationstherapie mit Sulfonylharnstoff

Jerusalem (ots-PRNewswire) - Nach den heute bei der 36th European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Jerusalem vorgestellten Daten reduziert Actos (Pioglitazonhydrochlorid), der jüngste Vertreter der Medikamentenklasse der Thiazolidindione, die Insulinresistenz erheblich - ein schwerwiegender Folgeschaden bei Diabetes vom Typ 2 - und verringert die Reduktion der Pankreaszellenfunktion bei Typ-2-Diabetikern, die mit Sulfonylharnstoff therapiert werden (1).

Insulinresistenz tritt auf, wenn der Körper sein eigenes Insulin nicht effizient nutzen kann. Folglich gibt die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin frei, um den Blutzuckerwert im normalen Bereich zu halten. Nach und nach werden die insulinproduzierenden Zellen (Betazellen) in der Bauchspeicheldrüse immer mehr geschädigt, bis sich ihre Gesamtzahl schließlich reduziert. Der Blutzuckerwert beginnt zu steigen, wodurch eine ausgereifte Diabetes entsteht. Der 16-wöchige Versuch, in welchem Actos mit einer Sulfonylharnstoff-Behandlung kombiniert wurde, zeigte eine Reduktion des Insulinresistenzprozesses.

Actos erhielt kürzlich ein positives Gutachten vom Committee for Proprietary Medicinal Products (CPMP) bezüglich der offiziellen Genehmigung in Europa. Es wird davon ausgegangen, dass die formelle Genehmigung der Europäischen Kommission noch in diesem Jahr erteilt wird.

"Die Forschung zeigt, dass Patienten mit einer Langzeit-Sulfonylharnstoff-Therapie im Laufe der Zeit ein Nachlassen der Betazellenfunktion erleiden. Diese neue Analyse von Actos erweist aber, dass Patienten während der 16-wöchigen Behandlung kein solches Nachlassen feststellten. Diese Daten weisen darauf hin, dass eine Ergänzung der Sulfonylharnstoff-Therapie durch Actos die langfristige glykämische Reaktion potenziell verbessern kann", sagte Julio Rosenstock, leitender Datenautor und Forscher am Dallas Diabetes & Endocrine Center in den Vereinigten Staaten.

Die 16-wöchige placebokontrollierte Studie mit 521 Patienten zeigte, dass Actos die Insulinresistenz erheblich reduziert und die Betazellenfunktion verbessert, wenn man dieses zusätzlich zur Behandlung von Patienten mit einer Sulfonylharnstoff-Therapie in niedriger (15 mg) und mittlerer (30 mg) Dosierung verabreicht. Eine Verabreichung von Actos zeigte bei 30 mg eine 30prozentige Verringerung der Insulinresistenz und eine 38prozentige Verbesserung der Betazellenfunktion gegenüber der Baseline (2).

Die Actos-Ergebnisse wurden bei 15 und 30 Milligramm mit der Baseline und mit Patienten verglichen, die ein Placebo einnahmen. Personen, die nur ihre Sulfonylharnstoff-Therapie fortsetzten, erfuhren einen Anstieg der Insulinresistenz und keine Veränderung der Betazellenfunktion.

Die Versuchsergebnisse wurden nach der Homeostasis Model Assessment-Methode (HOMA)ausgewertet, ein nicht-invasives, mathematisches Modell, bei dem die Insulinresistenz bewertet und die Betazellenfunktion auf der Basis von Nüchtern-Plasmainsulin- und Glukosewerten geschätzt wird.

Von August 1999, als das Produkt auf den Markt kam, bis zum heutigen Tage wurde Actos über 2 Millionen Mal für über 835.000 Patienten verschrieben. Actos ist in den USA, in Kanada, Mexiko und Japan erhältlich. Actos ist die neueste Erweiterung der Klasse der lnsulinsensitizer, bekannt als Thiazolidindione (TZD), welche die Insulinresistenz insbesondere dadurch in den Griff bekommen, dass sie die Resistenz reduzieren und eben nicht die Insulinproduktion steigern oder die Leberglukoseproduktion senken. Actos verbessert nicht nur die glykämische Kontrolle, sondern hat auch Auswirkungen auf die Verbesserung des Lipidprofils gezeigt, indem die Triglyceridwerte gesenkt und die ("guten") HDL-Cholesterinwerte erhöht wurden.

Actos ist derzeit in Israel nicht zugelassen.

Actos ist als Beigabe zur Diät und zu Übungen zur Verbesserung der glykämischen Kontrolle bei Patienten mit Diabetes vom Typ 2 geeignet. Die Mehrzahl der während des klinischen Tests von Actos berichteten Nebenwirkungen waren gering. Zu den am häufigsten berichteten Symptomen gehörten Infektionen der oberen Atemwege, Kopfschmerzen, Sinusitis, Muskelschmerzen, Zahnprobleme und Halsentzündung. Wie auch bei anderen Produkten dieser Medikamentenklasse beobachtet, so wurde auch hier eine Gewichtszunahme festgestellt. Außerdem berichteten Patienten, denen Actos verabreicht wurde, von leichter bis mäßiger Ödembildung und von Anämie. Actos sollte also bei Patienten mit Ödemen mit Vorsicht verabreicht werden. Bei Patienten, welche Actos in Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoff erhalten, besteht das Risiko einer Hypoglykämie, wodurch eine Reduktion der Dosierung von Insulin oder Sulfonylharnstoff notwendig werden kann. Gelegentlich verschlechterte sich die Diabetes auch während der klinischen Tests. Dies trat aber bei Patienten mit Actos weniger häufig auf als bei den Placebo-Patienten.

Bei placebogesteuerten klinischen Tests in den USA wurden keine Fälle von Gelbsucht oder Leberversagen in Verbindung mit Actos bekannt. Da aber eine Lebertoxizität bei den ersten in der TZD-Klasse zugelassenen Medikamenten beobachtet wurde, sollten die Leberenzymwerte mittels Bluttest bei den Patienten vor dem Beginn der Therapie festgehalten, im ersten Therapiejahr alle zwei Monate und auch später regelmäßig ärztlich kontrolliert werden, um die Leberfunktion zu beobachten. Die Verabreichung von Actos sollte nicht bei Patienten veranlasst werden, bei denen ein aktives Leberleiden klinisch nachgewiesen ist. Die Therapie mit Actos kann, wie andere Thiazolidindione, bei manchen Frauen mit anovulatorischer Vormenopause zum Eisprung führen. Folglich kann bei diesen Patientinnen ein Schwangerschaftsrisiko bestehen, weshalb die Einnahme von Actos in Kombination mit einem geeigneten Empfängnisverhütungsmittel empfohlen werden sollte. Die Verabreichung von oral einzunehmenden Empfängnisverhütungsmitteln wurde bei mit Actos behandelten Patientinnen noch nicht voll ausgewertet. Aus diesem Grunde ist bei der gleichzeitigen Verabreichung von Actos und einem oralen Empfängnisverhütungsmittel Vorsicht geboten.

Anmerkungen für Herausgeber:

1. Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit über 140 Millionen Menschen vom Diabetes Typ 2 betroffen sind (3). Dieser Typ tritt meist bei Menschen über 45 Jahren auf, ist aber auch schon bei Kindern diagnostiziert worden. Zu den Symptomen gehören ein erhöhtes Durstempfinden, häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust und extreme Müdigkeit, wobei es auch viele Patienten gibt, bei denen diese Symptome nicht auftreten. Es wird geschätzt, das die Diagnoserate nur 20 Prozent bis 40 Prozent beträgt (4).

2. Takeda ist ein weltweites Forschungsunternehmen mit Konzentration auf pharmazeutische Produkte. Als das größte Pharmazieunternehmen in Japan und als eines der weltweit führenden strebt Takeda danach, das Leben der Menschen durch innovative und wirksame Wege der Krankheitserleichterung und Gesundheitsförderung zu verbessern.

3. Lilly, ein führendes innovatives Unternehmen, entwickelt eine wachsende Palette an pharmazeutischen Produkten unter Einsatz der neuesten Forschungsergebnisse aus seinen eigenen weltweiten Labors und in Zusammenarbeit mit hervorragenden wissenschaftlichen Organisationen. Lilly, mit Sitz in Indianapolis, Ind., gibt - durch Medikamente und Informationen - Antworten auf einige der dringendsten medizinischen Bedürfnisse.

Literaturhinweise:

(1) Rosenstock J, Rendell M, et al.: Pioglitazone reduces insulin resistance and improves beta cell function in type 2 diabetes patients receiving long term sulfonylurea therapy. 2000.

(2) Rosenstock J, Rendell M, et al. Pioglitazone reduces insulin resistance and improves beta cell function in type 2 diabetes patients receiving long term sulfonylurea therapy. 2000.

(3) International Diabetes Federation. What is diabetes? Erhältlich unter http://www.idf.org/tools/whatd.htm. Abgerufen am 1. Dezember 1999

(4) Roper Starch, Marktforschung 1997

ots Originaltext: Manning Selvage and Lee
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Rückfragen bitte an:
Vanessa Balmer bei Manning, Selvage and Lee +44 (0) 7899 847 932 Greg Kueterman bei Lilly +1 317 433 6067
Susumu Obama bei Takeda +81 6 6204 2905

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRN/13