Sozialdemokratische Gemeindebedienstete: Gegen eine Rückkehr ins sozialpolitische Mittelalter

Studiengebühren gefährden Chancengleichheit

Wien (FSG). Gegen eine "Rückkehr ins Mittelalter der Sozialpolitik" verwahrte sich heute, Dienstag, der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen in der Wiener Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), GR Rudolf Hundstorfer. "Wenn heute von der Einführung von Studiengebühren die Rede ist, so ist das ein weiteres Puzzleteilchen der bisher von der FPÖVP-Regierung angekündigten Politik des Sozialabbaues und der Chancen-Ungleichheit.++++

Hundstorfer verwies darauf, dass die unter den Sozialdemokraten erreichte Chancengleichheit bei Zugang und Durchführung von Mittel-und Hochschulstudien ein Meilenstein im Abbau von Bildungsprivilegien gewesen sei. "Diese Chancengleichheit darf nicht durch Gebühren, die für kleinere Einkommen empfindliche Einbußen bedeuten würden, in Frage gestellt werden. Schon jetzt haben es sozial schwächere Eltern ohnehin schwer genug, ihre Heranwachsenden in Mittelschulen oder Universitäten finanziell durchzubringen."

Unverständlich seien die angekündigten Belastungsmaßnahmen in den Augen der Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen aber auch angesichts der Tatsache, dass die Zahl der HochschulstudentInnen in den nächsten Jahren neuesten Prognosen zu Folge stagnieren werde. "Wie soll sich da der Hochtechnologiestandort Österreich erfolgreich behaupten, wenn nun Studieren für niedrigere Einkommensschichten zum Luxus wird?" fragt sich Hundstorfer, der "für einen endgültigen Stopp der täglich neuen Sozialabbau-Ankündigungen durch die FPÖVP-Regierung" eintritt.

FSG, 19. September 2000
Nr. 150

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