GPA zu Studiengebühren: Bankrotterklärung der Bildungspolitik

GPA-StudentInnen rufen zu Protesten auf

Die Ankündigung der Einführung von Studiengebühren im heutigen Minsterrat bedeutet einen eklatanten Bruch einer Bildungspolitik, auch sozial Schwachen den Hochschulzugang zu ermöglichen. ”Es ist dies eine Bankrotterklärung des höheren Bildungssystems in Österreich”, erklärt der Vorsitzende der GPA-StudentInnen, Ernst Ruppert. ”Sie stellt vor allem für Studierende aus bildungsfernen und sozial schwachen Schichten eine massive Bedrohung dar.”++++

Im universitären Bereich kann bereits jetzt durch die Einsparungen der letzten beiden Sparpakete ein merkbares Absinken des Anteils an Studierenden aus sozial schwachen und bildungsfernen Schichten konstatiert werden. Die derzeitige ineffiziente Struktur des Universitätssystems, die das Studium in der vorgegeben Mindeststudienzeit nur in den seltensten Fällen zuläßt, gekoppelt mit der finanziellen Belastung von Studiengebühren, würde die StudentInnen in doppelter Hinsicht bestrafen.

Falls die Regierung bei der geplanten Einführung von Studiengebühren bleibt, um die Finanzierung des Hochschulsektors zu garantieren, ist seitens der Studierenden mit Widerstand zu rechnen. Die GPA-StudentInnen werden sich ab sofort mit aller Kraft in die entstehende Widerstandsfront gegen Stduiengebühren einschalten und rufen alle Studierenden zu Protestmaßnahmen auf. (aw)

ÖGB, 19. September 2000
Nr. 752

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