Schender: Kostenloses Studium nur bei Leistungsnachweis

Über neue Finanzierungsmodelle muß man diskutieren können

Wien, 2000-09-19 (fpd) - "Die derzeitige Situation des Hochschulwesens in Österreich ist untragbar, die Studienbedingungen mehr schlecht als recht, es herrscht Platzmangel und die Studierenden verspüren zu wenig Druck und Anreiz zu einem schnellen und erfolgreichen Studium" sagte RFJ-Bundesobmann Abg. Rüdiger Schender anläßlich der losgebrochenen Diskussion um die Einführung von Studiengebühren. ****

"Prinzipiell soll der freie Hochschulzugang aufrecht erhalten werden, allerdings nur für die Mindeststudienzeit, wer länger studiert, sollte zumindest einen Teil der Kosten für das Studium selbst tragen. Im Gegenzug müssen die Lehrpläne entrümpelt und die eingenommenen Studiengebühren zur Verbesserung der Studienbedingungen sowie für Wissenschaft und Forschung verwendet werden. Das Ziel muß sein, Leistungsdenken zu forcieren und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten", fuhr Schender fort.

Es gebe eindeutig zu viele Langzeitstudenten, außerdem würden durch das derzeitige Modell der Stipendienvergabe Milliardenbeträge verbraten. Der RFJ bevorzuge ein Stipendium, bei dem der Staat zinslose Kredite vergibt, die nach Abschluß des Studiums, bzw. nach einer gewissen Einkommenshöhe des Beziehers, zurückbezahlt werden, meinte der RFJ-Obmann.

"Das sozialistische Modell der Massenuniversität hat sich nicht bewährt, das müssen nun auch wir in Österreich zur Kenntnis nehmen und versuchen, neue Wege zu gehen, wir sind ohnehin spät dran", schloß Schender und bezeichnete die Reaktion der SPÖ und der Grünen auf den Vorschlag der Bundesregierung, Studiengebühren einzuheben, als "hysterisch und kurzsichtig". (Schluß)

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