- Mehta: "Österreichischer Regierung eine Chance geben - unsere

Befürchtungen sind nicht eingetroffen." - Der Dirigent wird Ehrenpräsident im Wiener Haus der Musik. Vorausmeldung zu NEWS 38/00 vom 21. Sept. 2000

Wien (OTS) - Zubin Mehta, Dirigent von Weltrang und ursprünglich einer der größten Skeptiker der blau-schwarzen Regierung, wird Ehrenpräsident im Wiener Haus der Musik. Mehta, Chefdirigent des Israel Philharmonic Orchestra (Israel hat die Aufhebung der Sanktionen kritisiert und den Botschafter abberufen): "Ich habe die Entwicklung verfolgt - und es gab keine Entwicklung. Alle Befürchtungen von uns allen, von Europa, von der ganzen Welt, sind nicht eingetroffen. Diese Regierung hat nichts getan, von dem ich sagen könnte: Ich bin dagegen. Da muss man ihr eine zweite Chance geben. Man hat die FPÖ sehr scharf beobachtet, aber Gott sei Dank ist sie nicht allein in der Regierung. Da ist auch die ÖVP, eine Partei kontrolliert die andere zur Genüge. Es gibt eine gute Balance. Bis jetzt ist nicht das Geringste geschehen, also denken wir doch positiv! Österreich wird schon durchkommen. Ich liebe dieses Land viel zu sehr, um darüber im voraus auch nur negativ zu denken. Ich bin hier zu Hause."

Zusatz: "Sobald etwas passiert, was mich stört, werde ich es sofort sagen. Das ist schließlich eine Demokratie, oder?"

Als Garanten stabiler Verhältnisse bewundert er Thomas Klestil, mit dem er seit dessen Zeit als Konsul in Los Anglees befreundet ist. "Er hat in New York hinter den Kulissen wunderbar für die Aufhebung der Sanktionen gearbeitet. Sein Vorzug ist, dass er als Weltmann Österreich von innen und außen kennt. Man kann ein Land nicht nur von innen betrachten, sonst wird man provinziell. Ich sage das auch in Israel."

Die Ehrenpräsidentschaft im kürzlich eröffneten Haus der Musik (Wien 1, Seilerstätte) übernimmt er, "um die Kunst in Österreich zu unterstützen, vor allem aber für das Unternehmen selbst. Dieses Haus ist einzig auf der Welt, faszinierend für Kinder und Erwachsene, ein Disneyland des Tons. Auch ich konnte hier noch lernen. Dieses Haus wird Touristen näher an Wien und seine Kultur bringen als alle Bemühungen des Fremdenverkehrs."

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