Amon steht Studiengebühren kritisch gegenüber

Einführung nur unter gewissen Bedingungen

Wien (OTS) - Abg. z. NR Werner AMON steht der von der Bundesregierung geplanten Einführung von Studiengebühren skeptisch gegenüber, obwohl es auch ihm zu denken gibt, dass 47% der Studierenden keine einzige Prüfung während eines Studienjahres ablegen, erinerern ihn die nunmehr geplanten Maßnahmen an eine budgetpolitisch motivierte Geldbeschaffungsaktion: "Die grundlegende Bedeutung eines Abgangs vom freien Hochschulzugang stellt einen dramatischen Systemumbau dar und sollte vielmehr vor dem Hintergrund bildungspolitischer Ziele diskutiert werden und nicht im Rahmen der Budgetbegleitgesetze"

Für AMON ist die Einführung von Studiengebühren nur dann vorstellbar, wenn begleitende Maßnahmen von der Bundesregierung eingeführt werden:

Zur sozialen Absicherung der Studierenden:

1. Die derzeit geplanten Mehreinnahmen von 2 Milliarden Schilling sind allein den Universitäten zu widmen.
2. Mindestens ein Viertel dieses Betrages muß für den Ausbau des Stipendiensystems verwendet werden.
3. Es ist das Angebot eines zinsfreien Darlehens zu schaffen. (Die Rückzahlung erfolgt nach dem Studium beim Erreichen einer gewissen Einkommenshöhe.)
4. Die Familienbeihilfe muß in der derzeitigen Form erhalten bleiben.
5. Die Zuverdienstgrenze muß für Studierende deutlich erhöht werden und eine Jahresdurchrechnung eingeführt werden.

Zur Qualitätsverbesserung der Universitäten:

1. Die Lehrverpflichtung für Professoren muß erhöht werden und eine verpflichtende Evaluierung der Lehrtätigkeit von Professoren ist einzuführen.
2. Die gesetzlich vorschriebenen 3 Prüfungstermine pro Semester müssen durche eine Universitätsaufsicht garantiert werden. 3. Die Warteplätze für Seminarplätze sind radikal zu verkürzen. 4. Die Ausstattung der Universitäten ist massiv zu verbessern. 5. Die Studienzeiten sind zu verkürzen. Die Dreigliedrigkeit des Studiensystems ist umzusetzen.

"Wenn schon Studiengebühren zu zahlen sind, dann darf der "Kunde" Student auch erstklassige Angebote und höchste Qualität von den Universitäten erwarten!" schloß AMON.

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