GRÜNEWALD: STUDIENGEBÜHREN - REGIERUNG BRICHT VERSPRECHEN Grüne: Der freie Zugang zu den Universitäten wird mit sozialer Kälte gestoppt

Wien (OTS) "Im Windschatten der unseeligen Diskussion rund um die soziale Treffsicherheit zeigt die Regierung ihr wahres Gesicht. Alle Versprechungen und Beteuerungen von Bundeskanzler Schüssel und Ministerin Gehrer gegen Studiengebühren sind nichts wert. Mit 5.000,-Schilling pro Semester sollen die Studierenden, deren soziale Lage ohnedies prekär ist, zur Kassa gebeten werden. Damit wird selbst der Anspruch nach Chancengleichheit im Bildungssystem zu Grabe getragen", meint der Wissenschaftssprecher der Grünen, Prof. Kurt Grünewald. Anscheinend hat die Regierung aus budgetären Gründen die miserable Situation der Studierenden aus den Augen verloren. Die Ausgaben pro StudentIn sind seit 1970 um ca. 60% gesunken. Die Qualität der Ausbildung ist in manchen Studienrichtungen mehr als schlecht. Rund 30% der Studierenden müssen schon jetzt ihr Studium durch Arbeit finanzieren und nur 13 % der Studierenden bekommen Studienbeihilfe. Diese Faktoren tragen dazu bei, daß sich die Studienzeiten verlängern. Studiengebühren werden diese Situation nur verschärfen, erläutert Prof. Grünewald. "Bei Einführung von Studiengebühren würde die Teilhabe von einkommensschwächeren Schichten, vorwiegend von Frauen, im Bildungssystem sinken. Dieser Anschlag auf den freien Zugang zu den Universitäten ist strikt abzulehnen. Unverständlich, dass die Bildungsministerin bei diesem Unfug mitmacht", schließt Prof. Grünewald.

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